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Politik hält an Sportzentrum in Rheinkamp fest

17.12.2009 | 06:00 Uhr

Die Kommunalpolitik hält trotz der schwierigen Haushaltslage am Bau eines neuen Sportzentrums in Rheinkamp fest. Dies ist das Ergebnis der gestrigen Sitzung der Verwaltungsrates der Städtische Betriebe Moers (sbm). Vorstandschef Stefan Krämer zeigte sich über das Ergebnis erleichtert.

„Das ermöglicht uns, für Moerser Bürger auch in Zukunft beim Schwimmen ein Grundangebot”, erklärte er anschließend in einer Pressemitteilung.

Auf der brach liegenden Fläche des alten Sportzentrums soll so bis 2012 eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Sportstätte mit zwei Dreifachturnhallen und einem Hallenbad entstehen, die insbesondere den Schul- und Breitensport beherbergen sollen. Im Auftrag der sbm sollen die Sport- und Bäderbetriebe (sbb) die neuen Sportstätten planen und später betreiben.

Dem großen Wurf in Form einer Arena musste sbb-Geschäftsführer Dirk Hohensträter eine Absage erteilen. Man habe im Planungsstab alle Möglichkeiten geprüft und Potenziale ermittelt. Die Idee einer multifunktionalen Halle mit einer Kapazität von 2500 bis 3000 Besuchern könne man aber aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht darstellen, weil sie die sbm mit einem zusätzlichen Defizit von 400 000 Euro gegenüber dem Ursprungskonzept belasten würde.

Die Erkenntnisse wollen die sbb für die kleine Lösung nutzen. Bis Februar will Hohensträter mit einem Generalplanerteam weiter an der Zukunft des Sportzentrums arbeiten. Dann sollen die Gremien entscheiden. Ist das Votum positiv, sollen im Juni ausstehende Genehmigungen vorliegen. Baubeginn wäre frühestens Ende 2010. Nach 18-monatiger Bauzeit soll das neue Sportzentrum Mitte 2012 in Betrieb gehen.



Kommentare
18.12.2009
07:34
Politik hält an Sportzentrum in Rheinkamp fest
von Klaus aus Repelen | #5

Das Geld von ENNI ist leider für den Haushalt weg. Aber es würde den Haushalt 2010 auch nicht mehr retten. Moers leistet sich leider mehr als Moers finanzieren kann. Deshalb wird man um Kürzungen (z.B. Moers Festival) und Gebührenerhöhungen nicht mehr vorbei kommen. Es ist gut, dass die Halle nicht kommt. Es wäre ein weiteres finanzielles Loch geworden.

18.12.2009
01:14
Politik hält an Sportzentrum in Rheinkamp fest
von Pfui | #4

Tolle Idee, Herr Repelener,

Eine große Halle für alle Städte.
Dann könnten in der gleichen Halle die Handballerinnen von Lintfort, die Volleyballer vom Moers und die Handballer vom vereinigten Moers und die Tischtennisspieler von Schaephuysen und die Tennisspielerinnen von Stefan Hofmann und die Tänzer etc etc. in derselben Halle spielen mit bis zu 3.000 Zuschauern.

Das wäre doch mal eine Vision à la Schalke Arena Veltins und das unter dem Namen von Copeo und Sparkasse.
Gar nicht pfui, wenn das möglich wäre. Vielleicht findet sich ja ein Sponsor unter diesen Umständen.
Nur was passiert, wenn die Vereine plötzlich aufhören zu existieren, wenn Herr Krivec Schluß sagt z. B. ?

17.12.2009
16:14
Politik hält an Sportzentrum in Rheinkamp fest
von gestriger | #3

Früher: Eine Million für die Brandschutzwand, 500 000 Euro für die übrigen Mängel.
Jetzt bis 2012: Traglufthalle 3 Mio + Neubau Sporthalle 4,5 Mio. Euro + Neubau Hallenbad 6 Mio. Euro plus Mehrkosten für Schulsport 0,3 Mio. Euro zusammen 13,8 Mio. Deckung mit ENNI Zuschuss jährlich 4,6 Mio. Euro für 3 Jahre 13,8 Mio. Euro.Passt! Schlecht nur, dass früher die 4,6 Mio. im Haushalt verplant waren und jetzt werden sie dort fehlen.

17.12.2009
16:07
Politik hält an Sportzentrum in Rheinkamp fest
von repelener | #2

Noch Effektiver; Alle 3 Staedte schliessen sich zu einer Neuen Stadt zusammen ,
Aber,das werden Sie und ich nicht mehr erleben ,
Obwohl entsprechende Plaene schon Diskutiert wurden.
Der Pleitegeier kreist ueber jedem einzelnen Rathaus
Glauben Sie ein Repelener ;;,Dem Repelener
Diese Kirchturmspolitiker geben Ihre Pfruende nicht Kampflos,
Widerstandslos auf ?

17.12.2009
06:51
Politik hält an Sportzentrum in Rheinkamp fest
von ein Repelener | #1

Wäre es nicht viel sinnvoller wenn Moers sich mit Neukirchen Vluyn und Kamp- Lintfort zusammentun würde und einen gemeinsamen, umfangreichen Sportpark, z.B. in der Dong bauen würde? Das wäre sparsamer und würde die Region stärken. Solche Pläne gab es doch mal, oder?
Übrigens hätte man das mit den Rathäusern auch machen sollen: ein gemeinsames großes Rathaus im Grenzbereich der drei Städte. Auch das würde Kosten sparen.

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