Politik beschließt Mini-Standard

Neukirchen-Vluyn..  Die Politik ist auf dem Weg, Mindeststandards zur Unterbringung von Flüchtlingen festzulegen, gestern Abend einen Schritt weitergekommen. Allerdings tat sich der Sozialausschuss ungemein schwer, gemeinsame Formulierungen zu finden. Dabei war es insbesondere die CDU, die sich von den anderen Fraktionen separierte. In der Auseinandersetzung war der Ton zwischen Hans-Günther Zeutzius (CDU), Jochen Gottke (SPD) und auch Jochen Lobnig (FDP/Piraten) teilweise sehr angespannt. Die SPD hatte mit Blick auf Mindeststandards und Betreuung weitreichende Anträge gestellt. Zeutzius wertete das als Misstrauen gegen die Verwaltung und den Treff 55, was Gottke erbost weit von sich wies.

Lobnig appellierte, Mindeststandards durchzusetzen. Elisabeth Wannenmacher (NV Auf geht’s) machte darüber hinaus auch deutlich, dass zur Flüchtlingshilfe ebenfalls Hilfe beim Wiederaufbau in den Heimatländern gehört. Am Ende einigte sich das Gremium einstimmig, dass jedem Flüchtling eine Fläche von mindestens 6 qm zur Verfügung stehen muss (auf Antrag der Grünen). Der Runde Tisch Flüchtlingsarbeit soll einberufen werden und Standards erarbeiten. Finanzielle und organisatorische Konsequenzen sollen geprüft werden.

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