Politik befasst sich wieder mit der Lindenstraße

Neukirchen-Vluyn..  Für die Bürgerinitiative „Alarm Pro Dorf Neukirchen“ wird es am kommenden Montag, 23. Februar, spannend. Dann wird sich der Ausschuss für Bauen, Grünflächen und Umwelt mit ihren Anregungen und Forderungen befassen. Die Initiative hatte im vergangenen Jahr mehr als 250 Unterschriften zu sechs Aspekten gesammelt, die den Dorfkern aus ihrer Sicht attraktiver machen können.

Dabei ging es unter anderem um die Einhaltung von Tempo 30, um verbesserte Hinweise zur Geschwindigkeitsbegrenzung, die barrierefreie Sanierung des verkehrsberuhigten Bereiches und die Sperrung der Durchfahrt Bruchstraße/Lindenstraße zu den Marktzeiten zwischen sieben und 14 Uhr am Freitag.

Letzteres befindet sich bekanntlich gerade in der Testphase. Von Kunden wie Marktbeschickern sind bereits positive Wertungen zu hören.

Finale Ergebnisse werden im April erwartet. Nach deren Präsentation muss der Rat der Stadt erneut über das Vorgehen im Bereich Hochstraße/Lindenstraße an den Markttagen beschließen.

Im vergangenen Jahr hatte es Gespräche zwischen der Bürgerinitiative und der Verwaltung über deren Anliegen zur Attraktivierung des Dorfes gegeben, diese mündeten in einer Anregung nach §24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen, mit der sich nun der besagte Ausschuss befassen wird.

Die Bürgerinitiative gibt folgende Anregungen: Zum ersten die „Durchsetzung der Tempo-30-Zone im nicht verkehrsberuhigten Bereich der Lindenstraße mittels der bereits 1986 zugesagten Aufpflasterungen und Fahrbahnverengungen oder alternativ durch Fahrgassenversatz“ sowie zweitens „verbesserte Hinweise auf die geltende Tempo-30-Begrenzung (Zone) für den gesamten Dorfbereich, ggf. auch durch Schilder-Wiederholungen“.

Und drittens eine dauerhafte Ortskernsperrung in Höhe Lindenstraße 9.

Die Verwaltung kann sich mit den Anregungen der Bürger offenkundig nicht anfreunden, der Beschlussvorschlag ist negativ formuliert. Gleichwohl dürfte das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen sein.