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Poetry-Slam in Moers: Starker Auftakt

21.03.2016 | 09:00 Uhr
Poetry-Slam in Moers: Starker Auftakt
Poetry Slam in der Röhre: DerFred.Foto: Christoph Karl Banski

Moers. Literatur mal nicht gelesen, sondern gehört: Lyrik, Poetik und Wortakrobatik aus eigener Feder konnten die Zuhörer am Wochenende beim ersten Moerser Poetry-Slam, einem lyrischen Vortragswettbewerb, erleben.

Die neue Poetry-Slam-Reihe „Sprachrohr“ findet in Kooperation mit der k.o. Kulturoffensive Moers in der Kult-Kneipe Röhre statt und feierte dort am Wochenende ihr Debüt. Acht Teilnehmer trugen ihre auf Papier gebrachten Gedankengänge vor. Jeweils zwei Teilnehmer stellten sich der Abstimmung des Publikums, die nach den Vorträgen wählten, welcher ihnen am besten gefallen hat. Für den Vortrag hatten die Slammer jeweils sechs Minuten Zeit.

Das lyrische Ich ist betrunken

Die Neukirchen-Vluynerin und Auszubildende Anna Gioia zum Beispiel erzählte in ihrem Text „Denk!“ von der Unsicherheit, die der Erfüllung einer wahren Liebe im Weg steht und dem Streben nach Normalität.

Thorsten Baßfeld trug ein Potpourri seiner Gedichte vor, in denen es unter anderem um das sternhagelvolle lyrische Ich und einen Abgesang gegen Schafe ging. „Ihr Wille ist Wolle, ich bin ein Anti-Schafist“, trug Baßfeld vor und sorgte damit für Lacher im Publikum. Tobias Hartmann erzählte im Ruhrpott-Slang „aus Dirk sein Leben“ und von seiner Frau Uschi, die in ihrem Mallorca-Urlaub die „Ruhrpott-Currywurst“ neben spanischen Spezialitäten so richtig schätzen lernen.

Dass es nicht nur im Wald, sondern auch beim Einkauf im Supermarkt nicht immer ganz friedlich zugeht, zeigte der Paderborner Sozialarbeiter Frederik Hake: In seiner Geschichte findet die Hauptperson nur „Licht und Wodka“ im Kühlschrank, geht hungrig in den Supermarkt und bewirft in seiner Wut seinen Anrempler mit Joghurt, so dass der Supermarkt hinterher einem Schlachtfeld gleicht.

Um Alltagsfrust im Supermarkt ging es auch im lyrischen Vortrag von Student Florian Schreiber, der sein lyrisches Ich als „krassen Gangster“ vorstellte.

Dem Publikum gefiel das und so stand am Ende des Abends Florian Schreiber als Poetry-Slam-Sieger fest. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Singer- und Songwriter Patrick Schneider von der Band „Rockameier“.

Am Freitag, 1. April, geht es unter Moderation von Markim Pause mit dem nächsten Slam im Bollwerk weiter. Am 6. Mai findet ein Song-Slam im Bollwerk statt. Wer selbst seine Texte vor Publikum präsentieren möchte, kann sich beim „Sprachrohr“-Team unter sprachrohrslam@gmail.com oder beim Bollwerk-Team unter info@poesieschlacht.de melden.

Larissa Wettels

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2016-03-21 09:00
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