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Stadtentwicklung

Plan für „Königliche Höfe” begeistert die Politik

11.02.2010 | 13:44 Uhr
Plan für „Königliche Höfe” begeistert die Politik

Moers. Der deutsch-holländische Investor MAB überzeugt die Kommunalpolitik mit seinen Plänen für ein Einkaufszentrum am Kö. Dies zeigt die breite Zustimmung in der nicht-öffentlichen Ratsitzung am Mittwochabend.

In der Ratssitzung am Mittwochabend gaben nicht nur die Mehrheit der Ampel-Fraktionen, sondern auch viele bisherige Skeptiker aus den anderen Reihen grünes Licht, die Planungen in Sachen Einkaufszentrum am Kö weiter voranzutreiben. Clou der MAB-Idee: Das Unternehmen will keine „große Kiste” à la Centro bauen. Stattdessen soll zwischen alter Post, Kö und Hopfenstraße ein neues Innenstadt-Quartier entstehen.

Stadtplanerischer Entwurf

Wohlgemerkt: Was MAB jetzt den Ratsfraktionen vorstellte, ist keine Architektur, sondern ein stadtplanerischer Entwurf für das Areal mit dem Namen „Königliche Höfe”. Danach will man den Bereich von der Uerdinger Straße bis zur Grafschafter Passage abreißen und neu bebauen. Geplant sind vier große geteilte Häuserblöcke, die – ähnlich der Altstadt – an kleinen Straßen und Gassen liegen sowie an Plätzen mit Cafés und Restaurants. Wer von der Steinstraße kommt, blickt nicht auf einen Häuserklotz, sondern in eine Einkaufsstraße. Diese „Hauptmeile” soll sich im großzügigen Bogen vom Kö bis zur heutigen Grafschafter Passage ziehen.

Höchstens dreigeschossig

Am Eingang sieht MAB einen großen Supermarkt, am anderen Ende ebenfalls großflächig Unterhaltungselektronik. Die Gebäude mit modernen Einzelhandelsflächen sollen höchstens dreigeschossig errichtet werden. In der Idee konsequent will MAB die Freiflächen auch nicht überdachen. Um die Kunden aber auch bei Regenschauern zu schützen, soll es Arkadengänge geben. Die Fassaden will man zudem nicht einheitlich gestalten. Um – wie in der gewachsenen Stadt – Unterschiede in der Gestaltung zu gewährleisten, denkt MAB daran, drei oder vier Architekten zu verpflichten. Insgesamt spricht das Unternehmen von einer neu entstehenden Verkaufsfläche von 15 000 Quadratmetern.

Darüber hinaus, etwa im Bereich des heutigen Parkhauses an der Kautzstraße, will man Wohnungen bauen, außerdem unterhalb dieses neuen Einkaufsquartiers eine Tiefgarage mit einer Zufahrt von der Uerdinger Straße.

Thomas Wittenschläger

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