Plädoyers für den Sockelbergbau
15.04.2010 | 00:36 Uhr 2010-04-15T00:36:00+0200
Neukirchen-Vluyn.Was kommt nach dem Ende des letzten Bergwerks in der Region? Das war die zentrale Frage. Mit der Brache der ehemaligen Zeche Niederberg hätte die SPD den Standort für eine Podiumsdiskussion darüber kaum passender wählen können.
Und die Veranstaltung lockte so viele Besucher, dass nicht wenige mit einem Stehplatz vor dem Zelt Vorlieb nehmen mussten.
Michael Passon, Chef der Moerser Lokalredaktion der NRZ/WAZ, lockte mit kritischen und teils provokanten Fragen die Gesprächsteilnehmer aus der Reserve. Dabei bildete die Forderung der FDP nach einem vorzeitigen Ausstieg aus der Steinkohleförderung ein Steilvorlage für den Abend. Unisono machten Frank-Walter Steinmeier und der IGBCE-Bezirksleiter Jörg Esser deutlich, dass die zwei Milliarden Euro, die jährlich in den Bergbau fließen, das doppelte an Gewinn auch in Form von Aufträgen an die mittelständische Wirtschaft bringen und mithin, so Esser , ein riesiges Beschäftigungsprogramm seien. Weit weniger Wirkung habe, wie der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion zu bedenken gab, die von den Liberalen durchgesetzte Steuersenkung für das Gastgewerbe, die jährlich 1,2 Milliarden Euro koste. Steinmeier sprach sich für den Erhalt eines Sockelbergbaus auch über 2018 hinaus aus. Der ist auch, wie Esser betonte, wichtig, wenn Deutschland weiter Weltmeister bleiben wolle beim Export von Kraftwerk- und Bergbautechnik.
Dass eine Neubelebung der Bergwerksflächen nur mit interkommunalen Anstrengungen möglich sei, das befand der Moerser Bürgermeister und ehemalige Markscheider Norbert Ballhaus. Dass es bei Bergschäden nicht nur um finanziellen Ausgleich, sondern auch intensivere Formen der Beratung gehen müsse, meinte Landtagskandidat Wolfgang Roth. Denn solche Schäden seien auch eine psychische Belastung.
Roth stellte zugleich in Aussicht, dass die SPD, wenn sie in Düsseldorf wieder ans Ruder käme, die Gewichtsverteilung für die Hochschule Rhein-Waal verändern werde. In einer stärkeren Forcierung von Zukunftstechnologien sieht er eine Chance für die Region. Dass bei den Zukunftsüberlegungen auch Bäcker, Metzger und die Zulieferfirmen für den Bergbau mit ins Blickfeld gerückt werden müssen, das unterstrich Landtagskandidat Ibrahim Yetim. Auch für den Moerser Haushalt werde die geplante Zechenschließung Millionenverluste bringen.
Mehrfach kam die Forderung auf, das Bergwerk West so lange in Betrieb zu halten, bis genügend Ersatzarbeitsplätze geschaffen worden sind. Andererseits warnte Unternehmerin Helen Seeger-Meiß davor, möglichst viele Betriebe mit Gewalt in der Region anzusiedeln. Andernfalls müsse in relativ kurzer Zeit mit zunehmenden Leerständen in den Gewerbegebieten gerechnet werden.
08:51
Spezialdemokrat
Die beiden Laechler im Vordergrund sind Herr und Frau Esser ,
Eltern dieses Joerg Esser
08:03
Es ist einfach fürchterlich: Der Bergbau hat aus dem Berg alles gewinnmaximiert heraus geholt und lässt nun die Leute im Stich.
Anstatt diese Monopolisten in die Verantwortung zu nehmen, pudert die SPD ihnen auch noch den Hintern.
Anstatt wie Heuschrecken das Land abzugrasen, muss der Bergabu in die Pflicht genommen werden und wenigstens ein Teil der Millardengewinne, sind da zu investieren, wo Zechen geschlossen werden.
06:05
Ja, tut es. ! En dlcih mal wieder eine Partei die nachdenkt. Was man von schwarz-gelb nicht sagen kann. 4 Jahre Schwarz-gelb sind genug!!! NRW muss wieder von der SPD regiert werden, damit es aufwärts geht in NRW. Damit Industriearbeitsplätze erhalten und geschaffen werden. Damit es endlich wieder sozial in NRW wird.Und das geht nur mit der SPD
22:49
40 sozis auf zwei kleinen fotos - interessierte das auch andere?