Peach Property Group kauft die Nau-Häuser in Neukirchen-Vluyn

Die Nau-Bauten bekommen einen neuen Besitzer.
Die Nau-Bauten bekommen einen neuen Besitzer.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Schweizer Unternehmen hat bestätigt, das Portfolio zu erwerben. Die Kaufverträge seien unterschrieben. Bis der Vorgang abgeschlossen ist, können acht Wochen vergehen. Es soll saniert werden.

Neukirchen-Vluyn..  Jetzt ist es öffentlich: Die Peach Property Group AG hat gestern bestätigt, dass sie die Nau-Häuser in Neukirchen-Vluyn kauft. Wie das in der Schweiz beheimatete Unternehmen mitteilt, sind die Kaufverträge in der vergangenen Woche unterzeichnet worden. Noch sei die Peach Property Group nicht Eigentümerin der besagten Wohnungen, heißt es weiter. Die Voraussetzungen dafür werden in den kommenden sechs bis acht Wochen gegeben sein. Dann wird das Verfahren beendet sein.

Die Zukunft der Nau-Bauten ist womöglich doch nicht ganz so schwarz, wie sie derzeit gemalt wird. So dürfte zumindest ein Teil der Ausführungen der Peach Property Group für ein leichtes Aufatmen in Neukirchen-Vluyn sorgen. „Ziel ist es, nach Abschluss der Maßnahmen, bezahlbaren und soliden Wohnraum in Neukirchen-Vluyn anzubieten“, führt das Schweizer Unternehmen in seiner Stellungnahme über den Kauf des Wohnungsportfolios aus.

Wie berichtet haben die Eigentümer Olbrich die Anteile an ihren Gesellschaften verkauft, die in Vluyn Immobilien besitzen. Wie die Peach Property Group gestern mitteilte, sind in der vergangenen Woche die Kaufverträge unterschrieben worden. Es bedürfe allerdings noch einiger Voraussetzungen, die in sechs bis acht Wochen geschaffen sein werden, bis der Kauf wirksam und das Unternehmen neue Eigentümerin wird.

Die Schweizer mit dem Kölner Deutschlandsitz formulieren das Procedere des Erwerbs insofern noch vorsichtig. So heißt es weiter: „Sollte die Transaktion wie geplant abgewickelt werden, so werden die bestehenden Mietverträge und die derzeitige Hausverwaltung von der Peach Property Group übernommen.“ In der Folge wären dann die Sanierung und die Belebung des Wohnbestandes geplant. „Dafür sind Maßnahmen im Innen- und Außenbereich des Wohnbestands vorgesehen, für die bereits ein Budget im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich aufgestellt worden ist“, heißt es.

Die Fortführung des von den Olbrichs angeführten Sanierungsansatzes war übers Wochenende von etlichen Beobachtern kritisch hinterfragt worden. Mieter waren in Sorge um ihre Zukunft. Zumal, da einige von ihnen bereits neue Mietverträge erhalten haben, in denen die Höhe der Miete um bis zu 100 Euro angestiegen ist. „Die höheren Mieten treiben den Verkaufspreis nach oben“, sagt Peter Heß vom Mieterschutzbund, der die Entwicklungen weiter argwöhnisch betrachtet. Mieter würden „Opfer eines Wirtschaftskrimis“, meint Heß, er rät ihnen unter anderem, bei der Hausverwaltung Lindenthal Gartenstadt mbH einen Nachweis über die Kautionsanlage einzufordern. Darüber hinaus beklagt er, die Mieter seien falsch beraten worden. Offenkundig gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die bestehenden und bereits gekündigten Mietverträge weitergeführt werden sollen.

Das Schweizer Unternehmen kündigt mit Blick auf die Maßnahmen an, mit „kommunalen Vertretern Kontakt aufnehmen sowie die Mieter und ihre Interessenvertreter umfassend“ zu informieren.