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Reisetagebuch

On the way back home

03.08.2010 | 17:47 Uhr
On the way back home
NRZ-Mitarbeiter Julian Lamers ist auf Reise durch Städte im Osten der USA: "Das Foto von mir hat ein anderer Besucher im Chicago Art Institute gemacht als ich vor ihm stehend eine Skulptur von Giacometti fotografiert habe."

Moers/New York.My dear old fellows and readers, jede Reise geht irgendwann ihrem Ende entgegen, und so heisst es fuer uns, von Amerika Abschied zu nehmen und uns auf den Weg in Richtung „Alte Welt“ zu machen.

Aber was haben wir in den letzten Tagen nicht noch alles gemacht. Ich glaube, ich hatte in meinem letzten Bericht schon einen Eindruck dieser sehr grossen, sehr hektischen und sehr beeindruckenden Stadt gegeben, in der das U-Bahnfahren ein Erlebnis, das Taxifahren ein Abenteuer und das Zufussgehen ein Wettlauf gegen die Autos ist (rote Ampeln kuemmern in New York im Prinzip nur die Touristen aus Deutschland).

New York hatte so vieles zu bieten, abgesehen davon, dass die Wolkenkratzer und die unzaehligen Werbetafeln einem Stueck fuer Stueck den Atem rauben und man sich dann erst einmal in den Central Park zurueck ziehen muss, um den Atem wieder zurueck zu bekommen und dabei diesen Hauch von entspanntem Grossstadtflair einfaengt: Kunstmuseen, Flugzeugtraeger (Intrepid Air and Space Museum), das UN-Hauptquartier... Aber solche Sachen koennen Sie sicher auch in einem Reisefuehrer nachlesen.

Kostenloses Nachfuellen ist schon okay

Wie ist es aber nun, nach einem Monat von dem American Way of Life Abschied zu nehmen? Nun, ein bisschen Wehmut schwingt schon dabei mit. Ich werde einige Dinge, die hier zur Selbstverstaendlichkeit geworden sind (von der Freundlichkeit der Menschen bis hin zum kostenlosen Nachfuellen des eigenen Getraenkes in den meisten Restaurants und Diners), vermissen. Einige Dinge waren so, wie ich sie erwartet hatte, sehr viele Dinge waren vollkommen anders. Soviel sei gesagt: Amerika ist vielseitig – zu vielseitig, um diese Nation und all ihre Menschen in einen Topf zu werfen. Daher werde ich die USA mit Sicherheit mit etwas anderen Augen sehen.

Im Grossen und Ganzen hat dieses Land einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Eine Reise wert? Auf jeden Fall!

 

Bis bald, man liest sich,

Ihr Julian Lamers

Julian Lamers

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