Ohne sie sähe es finster aus

Foto: Heiko Kempken

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er Zustand der Moerser Denkmäler ist – es gibt kein anderes Wort dafür – beschämend. Es gehört sich nicht für eine Stadt, die auf ihre Geschichte angeblich so stolz ist, eine Stadt, die niemals müde wird, den historischen Park samt Schloss in unmittelbarer Nähe zur Altstadt als Alleinstellungsmerkmal zu preisen, so mit ihren Denkmälern umzugehen.

Anstatt auf politischer Seite laut darüber nachzudenken, ob man wirklich alle Denkmäler braucht – was zeigt, dass man auf die Bedeutung von Denkmälern offenbar nie einen einzigen Gedanken verschwendete –, sollte man sich lieber dessen bewusst sein, dass man das in der Vergangenheit mit sinnlosen Gutachten verschwendete Geld besser in die Denkmalsanierung gesteckt hätte.

Doch nun ist es zu spät, das Kind ist den vermutlich historischen und somit stark sanierungsbedürftigen Brunnen gefallen. Dem bestenfalls als Ausdruck von absoluter Hilflosigkeit zu wertenden politischen Gedanken, man könne doch den Vereinen die Sanierung der Denkmäler aufs Auge drücken, wurde nun durch Udo Pieper der Wind aus den Segeln genommen. Seine Stiftungsgründung ist der unumstößliche Beweis dafür, dass die Pflege der Moerser Geschichte zu wertvoll ist, als dass man sie der Politik überlassen dürfte. Ohne GMGV und GMGS sähe es finster aus.