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„Ohne Integration keine Zukunft“

15.01.2012 | 16:31 Uhr
„Ohne Integration keine Zukunft“
Beim Neujahrsempfang der CDU Neukirchen-Vluyn begrüßen Klaus Plonka (M.), Vorsitzender des CDU - Stadtverbands, und Claudia Schmidt die Gäste, hier Peter Wenz, Präsident des Schützenvereins. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool

Neukirchen-Vluyn.Das große Thema des Neujahrsempfangs der CDU in Neukirchen-Vluyn war am Sonntag die Integration.

Aus diesem Anlass war mit Nazmi Karakaya und Hüseyin Kaplan eigens ein Duo dabei, das zwischen den Reden türkische Musik spielte. Doch zu Beginn der Veranstaltung standen zunächst die Entwicklungen im Vordergrund, die es 2011 in der Stadt gab und die 2012 anstehen.

Der Vorsitzende der CDU Klaus Plonka dankte in seiner Ansprache den vielen Bürgern, die sich für ihre Stadt einsetzen und ganz besonders den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehren. Bürgermeister Harald Lenßen bekräftigte, dass die Schließung des Lehrschwimmbeckens im vergangenen Jahr trotz des Unmuts mancher Bürger die richtige Entscheidung gewesen sei. Zudem ging er auf die Erschließung des Niederberg-Areals ein. Laut Lenßen sind bereits alle 90 Grundstücke verkauft – zwei Drittel an Käufer, die nicht aus Neukirchen-Vluyn kommen. Für 2012 nannte er vor allem den Bau des Kombibaus sowie die Sanierung und den Ausbau des Julius-Stursberg-Gymnasiums als wichtige Themen.

Der Hauptredner des Neujahrsempfangs unter dem Motto „Unser Mesut – ohne Integration keine Zukunft“, war Bülent Arslan, der Vorsitzende des deutsch-türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen. Er ging in seiner Rede nicht nur darauf ein, warum Integration wichtig für die Zukunft Deutschlands sei, sondern auch, wie diese stattfinden könne. Das Problem sei die Definition des Wortes Integration, die für Deutsche und Migranten nicht die gleiche sei. Die Deutschen erwarteten Anpassung, während die Migranten ihre kulturelle Identität erhalten wollten. Diese Punkte müsse man zusammenführen. Arslan setzt dabei zum einen auf den Arbeitsmarkt, die Bildung und Vereine. Zum anderen wünscht er sich aber auch Dialog und Austausch. „Ich meine kein oberflächliches Gespräch, ich meine echte Freundschaft.“

Außerdem gab er zu bedenken, dass Integration auch mit Emotion und positivem Patriotismus zu tun hat. „Ich glaube, so ein echtes gemeinsames Team-Gefühl haben wir noch nicht.“ Die Euphorie der Fußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 müsse auch in den Alltag übertragen werden. Für Arslan ist die CDU die Partei, die als einzige diesen Patriotismus umsetzen könne.

Rilana Rücker

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