Offene Fragen und Vorwürfe vor Moers-Festival
19.05.2010 | 15:28 Uhr 2010-05-19T15:28:00+0200
Moers.Schlechte Vorzeichen für das 39. Moers-Festival: Die Zukunft des künstlerischen Leiters Reiner Michalke ist ungewiss. Ab 2011 müssen die Jazz-Camper zahlen. Kultur GmbH-Chef Worgul schweigt zu Vorwürfen der Kumpanei.
Es wird ein Spießrutenlaufen für Reiner Michalke, da macht sich niemand etwas vor. Auch der künstlerische Leiter des Moerser Jazz-Festivals nicht: „Natürlich wäre mir ein starkes Signal für eine weitere Zusammenarbeit vor dem Festival lieber gewesen. Diese Chance wurde verpasst“, sagt Michalke vor dem 39. Moers-Festival an Pfingsten .
Düsseldorf wartet wohl auf Moerser Ratsentscheid
„Jetzt werden am Wochenende viele Fragen nach der Zukunft gestellt. Dabei sollte die Musik im Vordergrund stehen“, so Michalke weiter. Angesichts der vielen Nebengeräusche wie die geplante Ankündigung, dass die Camper ab 2011 zur Kasse gebeten würden, bleibt dies jedoch ein frommer Wunsch. Wie diese Quelle erschlossen wird, steht noch nicht fest. Die Kopplung des Zeltplatzes an eine Eintrittskarte zum Festival scheiterte Anfang der 90-er.
Michalke weiß sehr wohl, was die Stunde geschlagen hat. Nicht alle Aufsichtsmitglieder setzen weiter auf ihn, die Gespräche sollen - vorbehaltlich des Ratsentscheids - gleich in der nächsten Woche aufgenommen werden. Derweil sickerte durch, dass Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Große-Brockhoff als Redner beim sonntäglichen Bürgermeisterempfang erwartet wird.
Unbeantwortete Fragen zur Schanklizenz
Dem Vernehmen nach gibt es in Düsseldorf Pläne zur Unterstützung der traditionsreichen Veranstaltung, allerdings warte man den Moerser Ratsentscheid ab. Große-Brockhoff war am Mittwoch für ein Statement nicht zu erreichen.
Derweil zieht es Kultur GmbH-Geschäftsführer Ralf Worgul weiterhin vor, sich wegzuducken. Berechtigte Anfragen der Redaktion im Interesse der Transparenz dieser steuerfinanzierten Veranstaltung werden ausgesessen, die Vorwürfe der Kumpanei bei der Auftragsvergabe für den Ausschank nicht widerlegt, sondern ignoriert.
Aufsichtsratsmitglied Ulrich Köhler, dessen CDU das Festival am liebsten in den Schlosshof verlegen würde, springt derweil für Worgul, der als Geschäftsführer nicht nur auskunftsberechtigt, sondern in weiten Teilen sogar verpflichtet ist, in die Bresche. „Der Mann arbeitet absolut korrekt, steht nur unter Druck.“ Wer die Schanklizenz erhalten hat, wollte aber auch Köhler nicht sagen. „Der mit dem höchsten Gebot“, heißt es, was selbstverständlich sein sollte.
Nach Informationen der Redaktion übernimmt das Biergeschäft, mit dem sich offenbar bis zu 100 000 Euro Profit machen lässt, wie gehabt der Duisburger Anbieter Fritz Events, das Catering ging an die Firma Aberfeld. Es ist angerichtet.
09:54
Hugo Broetchen, schon mal da gewesen? Oder wegen der vielen Asozialen Schiß? Mensch trau dich doch, vielleicht triffste da auch den richtigen Arzt. Paranoia kann geheilt werden!!
18:34
Danke. Aber einen Kommentar dazu werden Sie auch weiterhin vermissen müssen. Es handelt sich dabei um Internas der Gesellschaft. Das höchste Gebot hat den Zuschlag erhalten. Damit ist alles gesagt. Hiermit wird nichts verschleiert. Bieterverfahren werden nicht veröffentlicht. Was auch damit zu tun hat, auch in Zukunft mit allen Bietern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sichern.
18:00
Schön geschrieben Herr Köhler leider vermisse ich bei Ihrem Kommentar wie es mit der Vergabe der Bier Rechte bestellt ist. Sie als Aufsichtsrat hatten doch bestimmt gelegenheit die Angebote zu sondieren. Dann würde dieses leidige Thema endlich einmal ein Ende haben.
08:25
Eigentlich sollte man zu Artikeln die nur mäßig recherchiert sind und simpel auf Stimmungsmache abzielen keinen Kommentar abgeben.
Deshalb hier nur ein paar Worte zum Thema Camper müssen zahlen, was in diesem Artikel auch nur sehr verkürzt dargestellt wurde. Es ist richtig, dass der Aufsichtsrat im Rahmen der Konsolidierungsmassnahmen über eine Infrastrukturgebühr nachdenkt. Wie diese letztendlich aussieht und umgesetzt wird, wird einem Workshop im Herbst erarbeitet. Die Erfahrungen der Vergangenheit mit der Campinggebühr werden hier sicher einfliessen. Die Ergebnisse werden dann zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorgestellt.
Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass Herr Große-Brockhoff das Festival besuchen wird. Bei der Suche nach Förderern und Sponsren, sind allerdings solche Artikel wie dieser eher hinderlich.
Ulrich Köhler
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der
Moers Kultur GmbH
20:18
Was mich hier nur immer wieder wundert ist doch die Tatsache das der Aufsichtsrat der GmbH doch einsicht in den Geschäftsbetrieb hat. Und sollte dann dort etwas nicht korekt laufen wird doch sofort gehandelt. Da nicht gehandelt wird sollte man doch davon ausgehen das alles seine richtigkeit hat. Ich stelle mir langsam die Frage ob der Artikelschreiber nicht eine Kumpernei mit den Schausteller hat der die Bierausschreibung nicht bekommen hat. Auch die Information das Aberfeld den Catering macht ist glatt gelogen. Der Hauptcaterer ist kersten aus Duisburg. Nach meinen Informationen betreibt Aberfeld einen Stand von ca. 50 Foodhändlern aus ganz Deutschland. Vileicht sollte der Autor besser zur Bild Zeitung wechseln die Erfinden auch immer wilde Geschichten. Bin auch mal gespannt ob mein Kommentar so stehen bleibt oder ob hier gewisse Leute bewust gedekt werden. Schönen Abend noch.
15:16
Ich hoffe, wie jedes Jahr auf Regen, damit alles im Schlamm versinkt.
14:16
An 6 anoym unterwegs, :) ich glaube nicht dass man ein Tag vor dem Festival noch Zeit hat, sich hier an diesen Kommentaren zu beteiligen.
Jeder weiss, dass in Moers auch Bierrechte ohne Angebote vergeben werden. Leider hier spricht keiner offen darüber, aus Angst selber nicht mehr berücksichtigt zu werden.
Kein Schaustellter gönnt dem anderen auch nur eine Mark bzw. Eur.
14:13
An 6 selber anoym unterwegs, :) ich glaube nicht dass man ein Tag vor dem Festival noch Zeit hat, sich hier an diesen Kommentaren zu beteiligen.
Jeder weiss, dass in Moers auch Bierrechte ohne Angebote vergeben werden. Leider spricht keiner offen darüber, aus Angst selber nicht mehr berücksichtigt zu werden.
Kein Schaustellter gönnt dem anderen auch nur eine Mark bzw. Eur.
13:38
Is doch nicht alles klar mit der Zukunft des Moersfestivals, ob Reiner Michalke weitermacht ist mehr als ungewiss. Wie wird es weitergehen? Vor allem was für ein Programm wird in der Zukunft gemacht? Wird das etwa so langweilig wie in Leverkusen oder bei der Düsseldorfer Jazzrally?
Sollte dies der Fall sein dann nicht mehr mit mir. Wäre schade wenn ich nach 25 Jahren sagen müßte, Moers das war´s.
MfG
13:32
Vor Jahren wurde behauptet die Camper bezahlen für das Zelten. Das war also eine Lüge und die Hinterlassenschaften der Asozialen trägt der Moerser Bürger mit seinen kommunalen Abgaben.
Fakten:
- Bäume werden abgesägt
- Enten und Schwäne mit Küken werden gejagt
- Fäkalien wohin man schaut
- Der Polizei wurde verboten nach Drogen zu suchen, weil zu den Asozialen auch viele Manager und Ärzte gehören die Woodstock auferstehen lassen wollen
- unvorstellbare Mengen an Müll jeglicher Art
- zerstörte mit Glasscherben übersäte Rasenflächen
Das ist kein Festival sondern eine Schande!!!