NV Auf Geht’s: Was ist mit dem PCB passiert?

Neukirchen-Vluyn..  NV Auf geht’s teilt nach Aussage der Vorstandssprecherin Lisa Wannenmacher die Sorgen von Umweltschützern, dass unterirdisch gelagertes PCB und Giftmüll in hohen Konzentrationen ausgewaschen wird und auch das Trinkwasser gefährdet. Sie bezieht sich auf Berichte, dass die „Ruhrkohle AG (RAG/DSK) die Abpumpstellen für Grubenwasser verringern will“. Wannenmacher: „Die Erklärung der RAG und der Landesregierung, dass von den PCB Einlagerungen Untertage auf den Bergwerken am Linken Niederrhein keine Gefahr ausgehe, halten wir für wenig glaubwürdig.“ 1984 hätten Bergleute des Bergwerkes Niederberg gegen die Verwendung des giftigen und in hohem Maße gesundheitsgefährdenden PCB Untertage protestiert. Die RAG habe bereits damals auf „Vertuschung und Verharmlosung“ gesetzt. „Während Herr Priggen – Grüne – behauptet, ‘man wusste damals noch nicht, wie gefährlich das Zeug ist’, war den Bergleuten die Gefahr voll bewusst und sie forderten Schluss mit dem Einsatz von PCB Unter Tage!“ Als Reaktion sei das PCB auf der damaligen Schachtanlage Niederberg als erster Zeche in Deutschland zum August 1984 unterbunden worden. 2004 wurden in der „Fossa Eugeniana“ bei Rheinberg PCB Belastungen festgestellt, die weit über zulässigen Werten lagen. Wannenmacher: „Ursache waren Grubenwassereinleitungen des damaligen Bergwerkes West.“ Um die Belastungen aus dem öffentlichen Blick zu ziehen, sei veranlasst worden, „besonders hoch PCB-haltige Grubenwasserströme“ Untertage zusammenzuführen und „teilweise in alten Streckensystemen“ zu belassen. „Inzwischen wurden auf dem Bergwerk West die Pumpen abgestellt und der Wasserstand steigt.“ Wannenmacher: „Wir fordern den Stopp des Zurückfahrens der Wasserhaltung am Niederrhein durch die RAG und das Ausbringen und die ordnungsgemäße Entsorgung dieses Materials.“ Und die Veröffentlichung, in welchem Umfang und in welchen Bereichen und Tiefen der stillgelegten Bergwerke am Niederrhein PCB eingelagert und was damit passiert ist.