Nun soll es ein Verfahren richten

Neukirchen-Vluyn..  Erst soll er offen bleiben, dann zugemacht werden, dann wieder offen, und schon wieder zu. Der Fußweg am Schmitzfeld hat mittlerweile durchaus eine gewisse Popularität erlangt. Er war in diversen Sitzungen politischer Ausschüsse Thema. Zuletzt wieder am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung. André Lands­cron von der Fraktion FDP/Piraten sah in der Betrachtung der Durchlässigkeit schon ein perfektes Thema für das kommende Sommerloch.

Gleichwohl galt es, nunmehr eine Entscheidung zu treffen, ob der Weg für den Durchgangsfuß- und radverkehr offen bleiben soll oder nicht.

Die CDU-Fraktion wollte den Weg am liebsten sofort komplett dicht machen lassen. Wie Markus Meyer unterstrich, sei der Schutz von Kindern höher einzuordnen als der von einigen Fußgängern. Für das Anliegen der Christdemokraten fand sich am Mittwochabend allerdings keine Mehrheit.

Elke Buttkereit (SPD) betonte, ihre Fraktion könne sich einer sofortigen Schließung nicht anschließen, sie plädiere für ein ergebnisoffenes Verfahren.

Das wurde auch von Bündnis90/Die Grünen unterstützt. Deren Fraktionssprecher Christian Esser wusste einiges Wissenswerte über einen Weg zu berichten, der an seinem Grundstück vorbei führt, inklusive der Schilderung, wer diesen betrunken oder nichtbetrunken nutzt. „Es haben auch schon einige Betrunkene in meinem Kaninchenstall eine Party gefeiert“, sagte Esser und erntete fröhliches Gelächter. Und auch Kurt Best (CDU) fahre da mit seinem Fahrrad lang. Kurzum: Esser plädierte ebenfalls für ein ergebnisoffenes Verfahren.

Der Ausschuss verabschiedete den Beschluss, das Bauleitplanverfahren auf den Weg zu bringen. Er beschloss die Aufstellung des Bebauungsplanes 86, 1. Änderung sowie die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung. Durch dieses Verfahren erhofft sich die Verwaltung, gegenläufige Interessen umfassend zu sammeln und abwägen zu können.

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