Noch kein Urteil im Fall Strangio
23.01.2009 | 20:33 Uhr 2009-01-23T20:33:00+0100NEUKIRCHEN-VLUYN/KLEVE. Wegen eines bislang fehlenden Zeugen und eines Waffensachverständigen, der vor dem Schwurgericht aussagen soll, wurde im Fall des erschossenen mutmaßlichen Zuhälters an der Oderstraße in Neukirchen-Vluyn gestern noch kein Urteil über den Angeklagten Antonio Strangio gefällt.
Das Schwurgericht unter Vorsitz von Richter Ulrich Knickrehm setzte als nächsten Verhandlungstag den kommenden Dienstag fest.
Einer der zentralen Punkte am gestrigen Verhandlungstag war die Klärung der Frage, ob der Angeklagte sich nach dem Mafia-Morden in Duisburg bedroht fühlte und danach ständig mit einer schussbereiten Pistole herumlief, oder ob er die Waffe in Vorbereitung auf den Besuch eines ehemaligen Teilhabers durchlud und in die Tasche steckte. Zudem schilderten Mitglieder der Mordkommission, wie sie der Täter zur Leiche führte.
Der zweite Verhandlungstags im Prozess gegen Antonio Strangio aus Neukirchen-Vluyn war der Tag der Mordkommission „MK Goch”. Drei Kriminalbeamte, unter ihnen der Leiter der Mordkommission, wurden vom Schwurgericht als Zeugen vernommen. Sie schilderten, wie aus einer Vermisstenanzeige sehr schnell die Ermittlung eines Kapitalverbrechens wurde. In Antonio Strangio hatte anfangs niemand den Täter vermutet.
Der Leiter der „MK Goch” schilderte den genauen Ablauf. Zuerst ging bei der Polizei in Bottrop eine Vermisstenanzeige ein, erstattet vom Bruder des 33-jährigen Opfers. Der 7-er BMW des Vermissten wurde in Goch gefunden. Als den Beamten klar wurde, wer da als vermisst galt, übernahmen die Mordermittler aus Recklinghausen den Fall. Denn obwohl der 33-jährige Teilhaber Strangios nicht vorbestraft war, füllten die polizeilichen Erkenntnisse über ihn so manche Akte.
Der 33-jährige Getötete war nach Aussage des MK-Leiters ein bekannter Gewalttäter. Die Kripo legt ihm mehrere gefährliche Körperverletzungen zur Last, zwei Mal soll er bei Messerstechereien selbst lebensgefährlich verletzt worden sein. Menschenhandel und Zuhälterei seien sein Geschäft gewesen, andere Kriminelle hätten für ihn mit Drogen gedealt.
Kämpfe rivalisierender
Gruppen im Rotlichmilieu
Im April 2008 sollen der 33-Jährige sowie einige Mittäter im Dortmunder Rotlichtmilieu in einen Kampf mit einer libanesischen Gruppe verwickelt gewesen sein, bei dem Messer und Baseballschläger zum Einsatz kamen. Ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt. Außerdem ist ein Audi A 6 spurlos verschwunden, in den Strangio im Auftrag des Toten eine Gasanlage eingebaut hatte. Vom Audi heißt es, „damit ist einer weggemacht worden”. Der 33-Jährige war nach Aussage des Bruders Boxer und hatte stets ein Beil griffbereit im Auto.
Die Spur des Zuhälters führte zur Werkstatt in Neukirchen-Vluyn, wo er sich am 1. Juli 2008 mit Antonio Strangio telefonisch verabredet hatte und in dessen Büro die tödlichen Schüsse fielen. Als Strangio behauptete, sein Teilhaber habe ihn nicht angerufen, war nach Auswertung der Telefonverbindungen klar, dass er log. Aus dem Zeugen wurde ein Verdächtiger. Konfrontiert mit den Blut- und Geschossspuren in seinem Büro gestand Antonio Strangio unter Tränen, die Tat begangen zu haben.
Am Tag darauf führte er die Ermittler zur Leiche in einem abgelegenen Waldgebiet. Der Tote war fast vollständig skelettiert, der Kopf lag einige Meter vom Körper entfernt. „Man hatte die Leiche auf einen jungen Baumtrieb gelegt”, so der Kripo-Beamte, den der Täter zum Fundort führte. „Der Baumtrieb war abgestorben. An ihm hing nur noch ein einziges pechschwarzes Blatt.”
Nach der Vernehmung eines Komplizen des Getöteten und eines Waffensachverständigen soll Dienstag das Urteil fallen.
22:57
Ich finde es ja gut, dass wir eine freie Presse haben. Manchmal kommt ja dadurch doch auch etwas zu Tage, was sonst verborgen bliebe.
Was mich aber immer wieder ärgert, ist die Sensationsgier in Schreibweise und Überschriftenformulierungen. Hauptsache Schlagworte die ins Auge springen. In den letzten Artikeln zu diesem Thema vor allem der Familienname des Angeklagten. Meist werden doch Namen abgekürzt, zumindest solange kein Urteil gefallen ist. Aber hier nicht, hier gibt es ja scheinbare sensationelle Querverbindungen.
Dabei nimmt der Schreiber billigend in Kauf, dass Kinder in der Schule, oder auch Erwachsene, mit demselben Namen, ständig darauf angesprochen werden, sich fast nicht mehr in die Öffentlichkeit wagen und nicht verstehen, was ihnen da widerfährt.
Ein wenig Zurückhaltung im Sinne Unbeteiligter wäre wünschenswert, werte Schreiber.
23:24
Nur für den Verfasser SILVER!!!!!!!
Frage mich gerade, ob der Verfasser SILVER .....
ein Kokaindealer, eine Protituierte oder Taxifahrer ist ;-)
Wenn du keines der oben genannten Berufe ausübst, kannst du es garnicht wissen, ob TONI sowas gemacht hat, oder???
Ein Freund von TONI kannst du nicht wirklich sein, weil sonst würdest du nicht so einen Schwachsinn schreiben, stimmt´s????
23:11
Eventuelle fragwürdige Prostituiertenbesuche und Koksparty´s fällt unter Luxusgüter, wie z.B. edle Uhren!
Das hat rein garnix mit dem Fall bzw. Verfahren zu tun!
Der Verfasser SILVER hat kein Plan von der Materie anscheinend!
Auch wenn TONI diese o.g. Punkte gemacht hätte, bleibt und ist er trotzdem ein Opfer, der sein Geld, seine Freiheit und seine Selbständigkeit durch ACAR verloren hat,
Man sollte nicht vergessen das es endlich mal einen Verbrecher erwischt hat und nicht einen Ehrenmann, leider sitzt noch z. Zt. der Falsche hinter Gittern!
Normalerweise hätte ACAR schon seit Jahren im Knast leben müssen, aber an vielen Ecken wurde geschlampt leider.
Es hätte nie so weit kommen dürfen und es wäre auch nie so weit gekommen, wenn der Staat den ACAR schon vor Jahren verurteilt hätte, für seine kriminellen Machenschaften!
mfg
PLATIN
21:52
Gar nicht seltsam. Für Kokspartys und Nuttenbesuche hatte Toni weder Geld noch Zeit, da er für den Zuhälter Kohle verdienen musste! Alle die Toni kennen, glauben dir sowieso kein Wort, Silver. Also lass es doch einfach!
17:24
Seltsam,dass Toni immer noch als eigendliches Opfer da gestellt wird.Von seinen Kokspartys und seinen Nuttenbesuchen in Duisburg und Moers,wird nix gesagt.Fragt mal die Neukirchener Taxifahrer.Aber Tote können ja nicht mehr reden.Schade,es wäre bestimmt interessant gewesen,wenn Acar noch aussagen könnte,was Toni so alles getrieben hat.Aber es ist immer einfacher,wenn einer schuld ist.Das Geld hat Toni ja sehr gerne genommen.
12:11
Was ist wenn jemand eine Erpressung zur Anzeige bringt ? Nichts , es muß erst etwas passieren . Aber im Falle einer Anzeige wäre der Erpresste Freiwild für den Erpresser. Ich wäre dafür ,das straffällig gewordene Ausländer , egal welcher Nationalität, ausgewiesen werden.
02:04
Das Opfer füllte also meterweise Ermittlungsakten, war aber nicht vorbestraft.
Unfassbar!!
Aber offenbar gibt es neben der Parallel-Gesellschaft auch eine Parallel-Justiz des gesunden Menschenverstandes, die sich in ihrer Not der Blutsauger erwehrt.
Selbstjustiz darf nicht sein, aber in diesem Fall sehe ich es als reine Notwehr.
18:32
Wer Toni kennt weiß, dass es eine Verzweiflungstat war. Und der gute Acar ist fein raus.
10:29
DAS IST DOCH EIN TYPISCHER FALL VON SCHUTZGELDERPRESSUNG !
NUR DER STATT BRAUCH DEN ERPRESSER NICHT MEHR SCHÜTZEN .
05:27
Ob der fehlende Zeuge bzw. Komplize des getöteten am Dienstag auftaucht!!!!
Der Zeuge hätte ja schon am Donnerstag aussagen sollen, aber anscheinend ist da was faul