Nicht nur im Karneval ein Paar

Prinzessin Christina und Prinz Robert Wiebe.
Prinzessin Christina und Prinz Robert Wiebe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Christina und Robert Wiebe sind das Prinzenpaar 2015 der Caritas-Werkstätten.

Moers/Am Niederrhein..  Roooobert, wer kennt ihn nicht, den markerschütternden Ruf von Society-Lady Carmen nach ihrem Gatten Robert. Das Prinzenpaar der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) nutzt den Schrei auf den hauseigenen Karnevalsveranstaltungen, denn der Prinz heißt in diesem Jahr Robert. Es hat einen besonderen Charme, dass Christina I. ihren Prinzen lautstark auf die Bühne ruft, denn die beiden Karnevalisten sind auch im wahren Leben ein Paar.

Christina (34) und Robert (26) Wiebe sind seit drei Jahren zusammen und seit einem halben Jahr verheiratet. Beide arbeiten in der Moerser Werkstatt und haben sich dort kennen und lieben gelernt. Christina arbeitet in der Montagegruppe, in der beispielsweise Seifenspender zusammengebaut werden. Robert verdient sein Geld in der Metallgruppe, wo unter anderem Fräsen gestanzt und Druckluftzylinder für Busse und Bahnen gebaut werden.

Treibende Kraft in Sachen Karneval ist Robert Wiebe. Er wollte gern Karnevalsprinz bei den CWWN sein, brauchte allerdings ein paar Wochen, bis seine Herzensdame einwilligte, ihn als Prinzessin zu begleiten. Inzwischen sind beide mit großer Freude und Spaß dabei, planen gemeinsam ihre Auftritte und überlegen, wie sie diese am schönsten gestalten können.

„Männer machen die Vorschläge und Frauen die Arbeit“

Gastspiele im „offiziellen“ Karneval gehören übrigens nicht dazu, bedauert die Caritas. 2012 war das Caritas-Prinzenpaar noch im Nelkensamstagzug mitgefahren, seine Nachfolger nicht mehr. „Dabei wäre es schön, wenn es mehr Austausch geben würde“, sagt Caritas-Sprecherin Andrea Emde. „Aber von den Vereinen kommt leider nichts.“

Eigentlich ist es mehr Christina Wiebe, die überlegt. Mit einem Schmunzeln sagt sie: „Männer machen die Vorschläge und Frauen die Arbeit.“ Im Internet war sie auf der Suche nach etwas Besonderem für die Auftritte bei den Kappensitzungen, Altweiber und Rosenmontag. Schließlich kam die Idee einer Playbackshow zu Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“. Der Refrain wurde fix neu getextet, frei nach dem diesjährigen Sessionsmotto der CWWN: „Bunt statt grau – Vielfalt Helau!“

Seinen ersten Auftritt hatte das Paar am 11. November vor kleinem Publikum. Wenn 200 Gäste bei der Kappensitzung oder 400 Narren bei der Rosenmontagsparty im Zuschauerraum sitzen, steigt die Nervosität jedoch.

Doch das Paar ist gut vorbereitet. Selbst Spitznamen haben Sie sich für die Session überlegt. Die Prinzessin nennt sich gern Chrissi von Würth, in Anlehnung an einen Auftraggeber, für den sie viel arbeitet. Der Prinz hört, durch seine Arbeit in der Metallgruppe, gern Auf Alu-Robbie. Bei so viel Vorbereitung und Überlegung kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Caritas, Helau!