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Niag: Angst um Jobs belastet die Mitarbeiter

08.07.2010 | 17:41 Uhr
Niag: Angst um Jobs belastet die Mitarbeiter
Die Niag will Personal abbauen. Foto: Volker Herold

Moers/Kreis Wesel. Wie groß die Angst derzeit bei den Niag-Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze ist, wurde bei einer Belegschaftsversammlung deutlich. Vollzählig erschienen die betroffenen Mitarbeiter zur Veranstaltung des Betriebsrates.

Ein immenser Druck belaste die Mitarbeiter, berichtet der Betriebsrat. Bis zu 33 von 59 Arbeitsplätzen sollen gestrichen werden. Zwar konnte Vorstandsmitglied Otfried Kinzel mitteilen, dass betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen sind. Die Frage aber, wie denn dann die geplanten Einsparungen umgesetzt werden sollen, habe Kinzel unbeantwortet gelassen, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Jürgen Rieck fürchtet, dass die in der Verwaltung in Gang gesetzte Welle auch vor anderen Bereichen der Niag nicht Halt machen werde. Die Politiker des Kreises Wesel, der 43 Prozent der Niag-Aktien besitzt, dürfe man in der Diskussion nicht aus der Verantwortung lassen, so Rieck. Von ihnen fordere man eine eindeutige Stellungnahme, ob sie weiter zum Unternehmen stehen. Gleiches gelte für den Aufsichtsratschef Dieter Bar­tels und Landrat Ansgar Müller. Die bisherigen Äußerungen seien nicht zufriedenstellend, erklärte Rieck.

Der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hajo Schneider bezeichnete die Pläne des Hauptanteilseigners Rhenus Veniro als skandalös: „Trotz Verträgen und Kündigungsschutz bis 2013 versucht man, Druck auf die Mitarbeiter auszuüben und möglichst viele möglichst schnell loszuwerden“ – dies alles offenbar mit dem Ziel, sie durch billigere Arbeitnehmer zu ersetzen. „Diese Dumpinglohnmasche gehört ja leider inzwischen zum Alltag in der Wirtschaft. Rhenus als Privatunternehmen schielt hier auf die reine Gewinnmaximierung – der einzelne Mitarbeiter ist dem Unternehmen egal“, kritisiert Schneider.

Thomas Wittenschläger

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Kommentare
11.07.2010
17:23
Niag: Angst um Jobs belastet die Mitarbeiter
von Peppermint Patty | #3

Leute, Leute..........
was habt Ihr erwartet als damals die Kreise Kleve und Wesel ihr Einverständnis zur freiwilligen Vergabe der 25 Millionen an Rhenus bereit waren?
Das es so kommen sollte (erst der Anfang) war doch klar. Das wurde jedem im Gremium mitgeteilt, das Rhenus so arbeitet. Wenn Sie Ungeziefer haben und einen Kammerjäger bestellen, wer will dann eigentlich das Ungeziefer beseitigen. Rhenus arbeitet doch wie immer, unsere Politik wollte es so - Danke.

Was sollen wir jammern, es kommt so wie es kommen wird - nur das Schlimme daran ist , das keiner was dagegen macht. Die Machtlosigkeit macht die Mitarbeiter kaputt. Die Betriebsräte werden jetzt langsam gekauft2 und dann doch abgesetzt, und dann geht das Hauen und Stechen erst richtig los. Verwaltungspersonal wird mit Abfindungen bestochen und durch Heuschreckenpersonal aus Mainz (Rhenus) ersetzt. Denkt Ihr die haben Bock auf Moers. Die lassen das am Unternehmen NIAG aus und erledigen den schäbigen Rest.
Wenn jetzt unmittelbar nichts getan wird, kann KEINER ich betone KEINER mehr die Lawine aufhalten.
Und in ein paar Jahren werden die gleichen Mitarbeiter wieder bei dem Scheiss Laden arbeite nur für 30-40 Prozent weniger - wetten!!! Und wem gehört dann der Laden wieder? Natürlich den Kreisen - wie zuvor. Sie haben halt einen Kammerjäger für 25 Millionen bestellt und haben in Jahrzehnten gerechnet gut an Ihrem Haushalt gewonnen - wir denken in zu kleinen Schritten. Es wird hier auf Jahrzehnte gerechnet, Rhenus hat nicht übernommen, sondern ist engagiert worden, um so zu handeln wie es jetzt passiert.
NIAG Betriebshof Kleve, gleiche Machart - zu teuer - geschlossen - nach Jahren wieder geöffnet - so als wenn es nie einen Betriebshof in Kleve gegeben hätte - heute arbeiten nur Tochterunternehmen der NIAG dort - es hat sich gelohnt - oder? Natürlich nicht für die Mitarbeiter - wo wir wieder beim Ungeziefer wären.
Die Drecksäcke die das Alles zu verantworten haben, haben KEIN GEWISSEN, warum? Weil die heutige Managerausbildung so etwas verinnerlicht.
So nun zum Abschluss, dieser ganze Artikel hier war schon Verschwendung, es wird sich nichts ändern an der Vorgehensweise. Gibt es überhaupt Arbeitslosengeld für die Mitarbeiter. Die müssten sich doch allemal arbeitssuchend melden - oder nicht? Sonst wird doch gesperrt - oder? Warten wir darauf wann die Kreise den vom Ungeziefer gereinigten Betrieb wieder übernehmen? Und das bestimmt als sogenannter Wohltäter der zukünftigen Arbeitsplätze. Es brodelt überall in Deutschland - wir sind nur zu dämlich und lechzen nach Vorschriften.
Hinter der Hecke liegen und mosern ist unser Ding, Initiative überlassen wir anderen Ländern.
Spritpreise von 5 Euro pro Liter werden anstandlos nur in Deutschland bezahlt.

SELBST SCHULD...............................

09.07.2010
21:44
Niag: Angst um Jobs belastet die Mitarbeiter
von BananenrepublikBRD | #2

Es ist traurig was aus so einem Vorzeigeunternehmen geworden ist.

Richtig! Diesem Satz kann man nichts mehr hinzufügen!

09.07.2010
08:19
Niag: Angst um Jobs belastet die Mitarbeiter
von Kalutti | #1

Ich kriege einen dicken Hals wenn ich lese, dass dieser Kinzel immer noch dort für viel Geld sein unwesen treiben kann.
Er hat den ganzen Laden doch vor die Wand gefahren. Es ist traurig was aus so einem Vorzeigeunternehmen geworden ist.

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