Neukirchener Erziehungsverein investiert

Bald mehr Platz: So soll der Gebäudekomplex des Erziehungsvereins am Herkweg in Neukirchen-Vluyn nach dem Umbau aussehen.
Bald mehr Platz: So soll der Gebäudekomplex des Erziehungsvereins am Herkweg in Neukirchen-Vluyn nach dem Umbau aussehen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Zwei Bauprojekte in Neukirchen-Vluyn stehen vor der Realsisierung. Auch in Berlin wird gebaut.

Neukirchen-Vluyn..  Gleich mehrere Bauprojekte stehen in nächster Zeit beim Neukirchener Erziehungsverein an. Vor der Realisierung stehen zwei Bauprojekte am Stammsitz Neukirchen-Vluyn.: Das seit Jahren zu kleine Mutter-Kind-Haus am Herkweg soll voraussichtlich noch in diesem Jahr grundlegend renoviert und erweitert werden.

Dort leben junge, alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern, die sich in Ruhe in ihre Rolle als Mutter einfinden, eine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen und gleichzeitig eine Schul- und Berufsausbildung absolvieren können.

„Die 18 Plätze für Mütter und Kinder reichen schon länger nicht mehr aus. Es gibt immer mehr Anfragen von Jugendämtern und eine Warteliste“, sagt Dagmar Friehl, Geschäftsbereichsleiterin der Jugendhilfe. Das Haus, zu dem mit dem „Spatzennest“ auch eine Tagesbetreuung für Kleinkinder gehört, werde deshalb um acht Plätze erweitert.

Einen barrierefreien Neubau bekommt die im gleichen Gebäudekomplex untergebrachte Wohngruppe der Behindertenhilfe für acht Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren mit geistigen, körperlichen und schwerstmehrfachen Behinderungen sowie autistischen Fixierungen.

Siegfried Bouws, Geschäftsbereichsleiter der Behindertenhilfe: „Wir haben seit Jahren schon nach einer Ersatzlösung gesucht, weil die Bewegungsflächen für Kinder im Rollstuhl viel zu klein waren. Der Neubau dieses Gebäudeteils ist nun die langersehnte Lösung.“

Im Dachgeschoss entstehen zudem barrierefreie Apartments für Menschen mit Behinderung, die dort im Zuge einer weiteren Verselbstständigung ambulant versorgt werden können. Die Baukosten für beide Einrichtungen liegen bei rund 1,7 Millionen Euro.

Und auch in Berlin wird gebaut. Dort wird der Geschäftsbereich Behindertenhilfe ein neues Wohnheim für Menschen mit Autismusspektrum-Störungen bauen. Entsprechende Pläne sowie die Finanzierung hatte der Aufsichtsrat des Erziehungsvereins im vergangenen Jahr genehmigt. Im Bezirk Pankow soll ein Neubau mit zwölf stationären Wohnplätzen, weiteren zwölf bis 14 Plätzen für Betreutes Wohnen sowie Mietwohnungen entstehen. Die Baukosten einschließlich Grundstückserwerb liegen bei rund 2,5 Mio Euro. Eine Erweiterung des Wohnheims für Autisten in Berlin-Weißensee ist aus Platzgründen nicht möglich.