Neukirchen-Vluyner feierten ausgelassen den Rosenmontagszug

Bei strahlendem Sonnenschein schängelt der Rosenmontagszug durch den Dorfkern Neukirchen am Rathaus vorbei in den Ortsteil Vluyn.
Bei strahlendem Sonnenschein schängelt der Rosenmontagszug durch den Dorfkern Neukirchen am Rathaus vorbei in den Ortsteil Vluyn.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
26 Einheiten zogen Kamelle werfend durch den Dorfkern und am Rathaus vorbei in den Ortsteil Vluyn

Neukirchen-Vluyn..  Nee, was war das wieder schön. Angenehme Temperaturen. Strahlend blauer Himmel. Laute Stimmungsmusik. Und dazu jede Menge Menschen mit guter Laune. Rosenmontag vom Feinsten. Pünktlich hat sich gestern am späten Mittag der Rosenmontagsumzug auf die Reise gemacht.

Allen voran zunächst die Zugleitung und dann die Freischärler aus Holderberg mit ihrem Kanonenwägelchen, die selbstredend kurz hinterm Rathaus die drei obligatorischen Böllerschüsse zum Besten gaben. Schon auf dem ersten Stück der Strecke gab es reichlich Zuschauer. Vor dem Rathaus hatte sich Moderator Kurt Best auf der Bühne in Stellung gebracht. Und der stellvertretende Bürgermeister hatte erwartungsgemäß wieder zu jedem Wagen und zu jeder Gruppe Wortgewaltiges zu sagen. „Das sind alles gezinkte Karten“, rief er den Vluyner Rommézicken zu, die mit ihrem Wagen vorüberzogen.

„Ein Riesenklompen“, rief er begeistert aus, als sich die Klompenfreunde in ihrem rollenden Schuhwerk näherten. „Der passt ja keinem!“ Der Löschzug Vluyn war mit seinem neuen Wagen „Emma und die wilde 11 dabei“, die Schützen vom SV Neukirchen bekundeten poetisch: „Nur wenn die Schützen zieh’n, ist Karneval in Neukirchen-Vluyn.“ Ein besonders farbenfrohes Bild boten auch die Damen der kfd St. Antonius, die als Fußgruppe unterwegs und offenkundig mit viel Freude dabei waren. Insgesamt 26 Einheiten hatten sich bei der Neukirchen-VLÜ KA GE gemeldet, die Stadtwache war mit ihrem neuen Wagen dabei, die diversen Jugendgruppen der VLÜ KA GE fuhren mit, die blau-weißen Funken und Elsa Bertz mit ihrer munteren Möhnentruppe.

Traumschiff-Gefühle vermittelte der Elferrat, der mit der seiner Aida angereist kam. Die Senatorenfrauen der VLÜ KA GE kamen als Kosakinnen und warfen nicht minder reichlich Kamelle wie ihre Gatten, die in ihrem eigenen Wagen thronten. „Die stolzen Senatoren mit den prächtigen weißen Jacken“, wie Kurt Best sie anpries.

Ungemein prächtig ging es auch am Wegesrand zu. Da standen medizinische Doktoren neben Ärztinnen, die Schlümpfe wurden gesehen, Vampire, Matrosen, Teufelchen, Häftlinge, ja, sogar ein Einauge mit opulentem Bauch und ein Sumo-Ringer im XXL-Format gaben sich ein fröhliches Stelldichein. Einzig die Frage, wie man am besten mit der Fußgruppe Jugendlicher verfährt, ist offenkundig noch immer nicht geklärt. Sie versprengt neben den Wagen herlaufen zu lassen, kann keine Lösung sein.