Neukirchen-Vluyn: Wohnmobilstellplatz eröffnet

Am Donnerstag wurde der Stellplatz offiziell eröfffnet.
Am Donnerstag wurde der Stellplatz offiziell eröfffnet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Auf dem Gelände an der Krefelder Straße ist Platz für bis zu 16 Wohnmobile. Betreiber will mit Infrastruktur punkten

Neukirchen-Vluyn..  Die ersten Gäste sind zwar schon im vergangenen Jahr gekommen – aber seit gestern ist der neue Wohnmobilstellplatz an der Krefelder Straße nun offiziell eröffnet. Dazu hatte Unternehmer Gerardus Aaldering Bürgermeister Harald Lenßen, Vertreter der Politik sowie aus Verwaltung und Gesellschaft auf die umgestaltete Fläche am früheren Bahnhof eingeladen. Alle strahlten um die Wette, denn immerhin hatte das neue Vorzeigeobjekt einen vergleichsweise langen Vorlauf, wie auch Aaldering in seiner kurzen Ansprache süffisant anmerkte.

Gute Infrastruktur

Das Resultat auf der rund 6600 Quadratmeter großen Fläche kann sich sehen lassen. Es gibt Stellmöglichkeiten für bis zu 16 Wohnmobile (acht ausgewiesene Plätze). Bei größerer Nachfrage können weitere Fahrzeuge auf dem Gelände abgestellt werden. Das Bedeutsame an diesem Wohnmobilstellplatz ist jedoch die Infrastruktur. In einem multifunktionalen Servicehäuschen können die Wohnmobilisten duschen, es gibt dort eine Waschmaschine und einen Trockner. Im Außenbereich gibt es neben der Möglichkeit, das Brauchwasser zu entsorgen, auch eine Zapfsäule für Frischwasser. „Diese Möglichkeiten gibt es längst nicht auf allen Plätzen“, sagt Aaldering mit Blick auf sein Komplett-Angebot.

Der Gebrauch funktioniert über eine Chipkarte. Diese ist am Kassenautomaten zu erwerben, von ihr wird die Platzgebühr von 8 Euro pro Tag abgebucht, zudem ist sie aufladbar. Für die besonderen Serviceangebote wird die Gebühr bei Benutzung von der Karte abgebucht. Bleibt am Ende des Aufenthaltes noch eine Summe übrig, bekommen die Wohnmobilisten sie erstattet. Für die Gäste auf vier Rädern gibt es zudem Vergünstigungen beim Frühstück in der Dampfmühle, dem Restaurant an der Krefelder Straße.

400 000 Euro investiert

Insgesamt habe Aaldering rund 400 000 Euro in dieses Areal investiert, sagt Ralf Winstroth, der Generalbevollmächtigte des niederländischen Unternehmers mit Sitz in Rheinberg. Das ehemalige Bahnhofsgebäude nutzt jetzt der Sohn, Michiel Aaldering, samt kleiner Familie privat. Für die Wohnmobilisten soll es künftig WLan geben.

2006 habe man „tollkühne Pläne“ gehabt, sagte Gerardus Aaldering. Ursprünglich hatte die Unternehmensgruppe einen Gastro-Event-Park auf der Fläche geplant, der Wohnmobilstellplatz war allerdings bereits Teil der Ideen. Es folgten: Gespräche, die Finanzkrise, Diskussionen, andere Ideen. „Verwaltung und Politik sind schonend mit uns umgegangen“, sagte Aaldering. Sehr höflich umschrieben, Einigkeit war nicht immer gegeben.

Der Unternehmer hat weitere Pläne für seine Fläche. Als nächstes möchte er einen kleinen Trakt an die Dampfmühle anbauen, für Tagungen und Konferenzen.