Neukirchen-Vluyn spricht über Nahverkehr

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Was wir bereits wissen
Der Gewerbepark Genend soll an den ÖPNV angeschlossen werden. Die Verwaltung soll Gespräche über eine Realisierung aufnehmen.

Neukirchen-Vluyn..  Die Stadt denkt weiter über eine Anbindung des Grafschafter Gewerbeparks Genend an den Öffentlichen Personennahverkehr nach. Die Politik hat die Verwaltung jetzt beauftragt, mit der Stadt Moers und mit Wir4, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn, Gespräche aufzunehmen.

Dabei sollen eine mögliche Realisierung des Vorhabens und die Kostenaufteilung zwischen Moers, Neukirchen-Vluyn und Wir4 eruiert werden. Schon 2013 war ein Gutachten vorgelegt worden, das die ÖPNV-Anbindung des Gewerbeparks untersuchte.

Ergebnis seinerzeit war, dass es nicht sinnvoll sei, einen kostenträchtigen Neuverkehr einzuführen. Allerdings blieb eine Möglichkeit, die Anbindung doch zu forcieren. Mit Blick auf Standortvorteile ist ein vertiefendes Gutachten in Auftrag gegeben worden, an dessen Kosten sich Neukirchen-Vluyn und Wir4 beteiligen sollten. Ergebnis: Es gibt ein Nachfragepotenzial für eine ÖPNV-Verbindung. Empfohlen wird demnach, eine nachfrageorientierte Leistung „in Form eines Taxi-Busses anzubieten. Die Linie 6 könnte dafür verlängert werden, heißt es. Damit wäre, wie es in der Vorlage heißt, unter anderem eine direkte Verbindung Neukirchen-Vluyn – Dong – Genend – Moers-Repelen gegeben. Zunächst empfehlen die Gutachter, einen Probebetrieb einzuführen.

Erste Gespräche mit der Niag hatten zum Ergebnis, dass die Einrichtung eines Bedarfsverkehrs grundsätzlich möglich sei. Bei der vom Gutachter empfohlenen Variante werden die jährlichen Kosten auf etwa 63 000 Euro geschätzt, die Einnahmen auf etwa 29 000 Euro. Bleibt ein zu finanzierender Betrag von 34 000 Euro.