Neukirchen-Vluyn: Nach Umzug Ärger mit der Telekom

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Was wir bereits wissen
Siegfried Krämer ist seit über drei Wochen ohne Festnetzanschluss und Internet. Warum, kann ihm keiner sagen.

Neukirchen-Vluyn..  Es hätte alles so schön sein können. Siegfried Krämer und seine Frau Roswitha sind kurz vor Weihnachten von Moers-Eick nach Neukirchen-Vluyn gezogen. Und weil die beiden offenkundig vorausschauende Menschen sind, die ein nachvollziehbares Interesse daran hatten, schnell wieder telefonisch erreichbar zu sein, haben sie im Vorfeld in dieser Angelegenheit mit der Telekom Kontakt aufgenommen.

Mit der Redaktion haben sie übrigens gestern wieder per Mobiltelefon gesprochen – weil der Festnetzanschluss noch immer nicht funktioniert. Zugesagt war die Freischaltung, wie Krämer sagt, zunächst für den Umzugstag selbst. Also für den 22. Dezember. Dass das nicht klappen konnte, hatte der Neu-Neukirchen-Vluyner vermutlich geahnt. Er fragte nach. Und bekam keine befriedigende Antwort.

Es folgten weitere Briefe des Unternehmens, die nicht nur auf verschiedene Termine für die Freischaltung hinwiesen, sondern zudem nicht nur einen neuen Nummernblock mitlieferten, sondern nacheinander gleich zwei. Eine neue Kundennummer gab es auch.

Nur freigeschaltet wurde der Anschluss offenbar nicht. Nicht am 5. Januar und nicht am 9. Januar. Und auch gestern lautete die Ansage: „Kein Anschluss unter dieser Nummer.“ Natürlich habe er mehrfach beim Unternehmen nachgefragt und ständig jemand anderen an der Strippe gehabt. Er könne sich im Internet informieren, habe ihm mal einer der Gesprächspartner gesagt. Dumm nur, dass das Internet bei Krämers ebenso wenig funktioniert wie das Festnetz. Und das Mobilfunknetz ist im Haus so schlecht, dass es nur wenige Stellen gibt, an denen man störungsfrei telefonieren kann. „’Gehen Sie mal zum PC und gucken’, hieß es in einem Gespräch“, sagt Krämer. „Auf dem Weg dahin bricht aber immer das Netz weg.“ So kam der 59-Jährige also auch nicht weiter.

„Ich bin seit 40 Jahren Telekom-Kunde“, sagt Krämer, und dass er sich ziemlich hilflos vorkomme. Im T-Punkt habe man ihm kürzlich gesagt, dass es einen technischen Fehler gebe. Mehr habe man dort offenbar auch nicht gewusst.

Vom Kommunikationsunternehmen selbst war bisher keine Auskunft zu bekommen. Für Presseanfragen gibt es jetzt ein neues Tool, das komfortabel sein soll, aber auch keine schnellen Informationen liefert. Der Eingang der Anfrage am Montag Vormittag wurde zwar von einer realen Person bestätigt, aber eine telefonische Nachfrage zwei Tage später lief ins Leere. Auch gestern gab es nichts Neues. Vermutlich suchen alle nach dem technischen Fehler bei Familie Krämer ...