Neukirchen-Vluyn: Der Treff 55 zieht zum Vluyner Platz

Umzug des Stadtteilbüros Treff 55. vl. Dietrich Mehnert, Anneke van der Veen und Bert Konijnenberg vor dem zukünftigen Stadtteilbüro am Vluyner Platz.
Umzug des Stadtteilbüros Treff 55. vl. Dietrich Mehnert, Anneke van der Veen und Bert Konijnenberg vor dem zukünftigen Stadtteilbüro am Vluyner Platz.
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Zum 1. Juli lädt die Außenstelle der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers in die Räume der evangelischen Kirchengemeinde – zunächst mit einem Vertrag über fünf Jahre

Neukirchen-Vluyn..  Der Treff 55 zieht um. Zum 1. Juli verlässt die Außenstelle der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers ihre angestammten Räume am Vluyner Nordring 55 und zieht in die Vluyner City zum Vluyner Platz 18 in das neue Gebäude der evangelischen Kirchengemeinde. So ganz neu ist die Überlegung freilich nicht, mit dem Treff 55 umzuziehen. Hintergrund sind bauliche Mängel und der Umgang mit denselben.

Seit zwei Jahren, so berichtet Anneke van der Veen, habe man in den angemieteten Wohnungen am Vluyner Nordring immer wieder Probleme gehabt. Bei Rohrbrüchen in den eigenen Wänden habe es lange gedauert, bis alle Spuren beseitigt waren. Und dann habe es kurz darauf in der Etage drüber den nächsten Rohrbruch gegeben und die Küchendecke ist „runtergebrochen“.

Mit der Zwangsversteigerung der Nau-Immobilien im vergangenen Dezember hat der Treff 55 über den Jahreswechsel wie die anderen Mieter die Kündigung erhalten. Auch wenn diese nicht wirksam sei, so habe sich die Frage nach neuen Räumen gestellt, erklärt Dietrich Mehnert, der Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie. Dazu kam der neuerliche Eigentümerwechsel und am vergangenen Wochenende der jüngste Brand, bei dem die Geschosse 4 bis 6 betroffen waren.

Im Gebäude am Vluyner Nordring 55 wohnen derzeit noch sechs Mietparteien.

Parallel dazu ergab es sich, dass der ev. Kirchengemeinde für die gewerblich nutzbaren Räume ihres Neubaus am Pastoratsweg/Vluyner Platz ein Interessent für eine Massagepraxis abgesprungen ist. Hinzu kamen interne Veränderungen im Kirchenkreis. Heißt: Unterm Strich waren die 191 Quadratmeter nun wieder frei verfügbar. Die beiden Partner wurden sich schnell einig. „Wir profitieren beide davon“, betont der Vorsitzende des Presbyteriums, Bert Konijenberg.

Man könne derzeit noch nicht absehen, wo künftig die Klienten dauerhaft wohnen, sagte Mehnert. Das habe für eine mittelfristige Anmietung gesprochen. Der Mietvertrag läuft zunächst über fünf Jahre.

Die Kosten bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen wie am Vluyner Nordring, die Kaltmiete ist etwas höher, dafür werden die Betriebskosten niedriger ausfallen als bisher. Die Geschäftsführung und die Dienststellenleiterin haben die Entscheidung im Vorfeld mit dem Fachamt der Stadt abgestimmt und Zustimmung erfahren, heißt es. Der Aufsichtsrat der Grafschafter Diakonie hat dem Umzug ebenfalls zugestimmt und den Mietvertrag genehmigt.

„Wir sichern unsere Arbeit“, betont Anneke van der Veen. Ein Plus: Der Treff 55 könne für die Jugendarbeit auch das Jugendheim nutzen.