Neukirchen-Vluyn: Baustart für das Gerätehaus Mitte 2016

Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zunächst muss für die ausgewählte Fläche in Neukirchen der Bebauungsplan geändert werden. Das wird voraussichtlich rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Dann kann der Baustart erfolgen.

Neukirchen-Vluyn..  Derr Neukirchener Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr muss sich zwar noch ein wenig gedulden – aber immerhin steht fest, dass nun auch die Neukirchener Kameraden ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen. Das Gebäude soll zwischen dem Bestandsgebäude an der Lindenstraße und dem Neukirchener Ring platziert werden. Die Längsausrichtung soll sich entlang der Lindenstraße ziehen.

Vorgesehen ist ein Bau mit fünf Garagen. Die Feuerwehr hätte gerne sechs gehabt. Bei der Vorstellung der Pläne in der jüngsten Sitzung des Rates hieß es seitens der SPD, dass nach ihrer Meinung in den veranschlagten Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro „die 6. Garage noch drin“ sei. Bürgermeister Harald Lenßen hatte in der besagten Sitzung zu bedenken gegeben, dass eine Garage rund 80 000 Euro kostet. „Wir prüfen“, hatte er damals angefügt. Inklusive Umsatzsteuer haben die Fachplaner in einem ersten Aufschlag Kosten von 3,3 Millionen Euro für den Neubau errechnet.

Der Brandschutzbedarfsplan 2009 befindet sich derzeit in der Fortschreibung. Im ersten Entwurf dieser Fortschreibung hatte die beauftragte Fachfirma den Zustand des bestehenden Gerätehauses aus dem Jahr 1969 mit „veralteter Bausubstanz“ und „Feuchtigkeitsschäden vorhanden“ gekennzeichnet. Moniert wurde unter anderem die Anzahl der Alarmstellplätze.

Nun hat der Rat beschlossen, dass gebaut werden soll. Uneins waren sich die Damen und Herren Politiker lediglich in der Frage der langfristigen Mittelbereitstellung, die Grünen mochten sich nicht zu den Verpflichtungsermächtigungen für 2016 und 2017 äußern. Sie hatten in der Sitzung zudem kritisiert, dass „hier ein elementares Vorhaben durchgewunken“ werde und witterten Wahlkampf. Man wolle sicherstellen, dass 2016 gebaut werden könne, hatte der Beigeordnete Jörg Geulmann gesagt.

Eben das unterstrich Bürgermeister Lenßen jetzt erneut. Zum Zeitfenster sagte er, dass zunächst der Bebauungsplan für die Fläche geändert werden müsse. Das dauert in der Regel ein Jahr. Lenßen: „In dem Jahr können wir mit Sorgfalt in die Planungen einsteigen.“ Der Baubeginn sei nach Änderung des B-Plans frühestens Mitte 2016 zu erwarten.