Neues Jahr mit Musik begrüßt

Moers..  Nichts ist besser, um ein neues Jahr einzuläuten, als schöne Musik. Das dachte sich auch die evangelische Kirchengemeinde Repelen und lud am 1. Januar um 17 Uhr zum Neujahrskonzert in die Dorfkirche ein.

Dazu hatte Konrad Christian Göke, Kulturbeauftragter der Gemeinde, wieder ein buntes Programm mit schon bekannten, aber auch neuen Künstlern zusammengestellt. Ein ausgedrucktes Programm gab es nicht: „Es ist ein ‚Wundertütenkonzert’, bei dem sich die Zuhörer überraschen lassen sollen“, erklärte Göke, der persönlich durch das Programm führte und zwischendurch mit der Lesung amüsanter Geschichten für einen lockeren Kontrast zur Musik sorgte.

Den furiosen Auftakt lieferte das bereits aus dem letzten Jahr bekannte Klavierduo Black & White: Michael Hänschke und Denis Kittner ließen vierhändig die drei Sätze der Mozart-Sonate in D-Dur äußerst lebendig klingen. Mit Chansons von Sophie Hunger und Kate Mara boten danach Stella-Louise Göke und der aus Amsterdam angereiste Bassist Lito Mabjaia etwas leichtere Kost. Die gemeinsam von Göke und Kittner interpretierten alten Zarah Leander-Schlager „Kann den Liebe Sünde sein?“ und „Nur nicht aus Liebe weinen“ zauberten dann bei vielen Zuhörern ein nostalgisches Lächeln ins Gesicht. Den Höhepunkt des Konzerts setzte aber die Pianistin Olga Andryshchenko. Sie bewies unter anderem mit Chopins „Phantasie-Impromtue“ und „La Campanella“ von Paganini-Liszt eindrucksvoll, dass man am Flügel auch mit zwei Händen einen Kirchenraum klanglich vollkommen füllen kann.

Nach 80 Minuten war das Konzert vorbei: „Bei uns gibt es keine Zugabe, sondern nur einen Rausschmeißer“, verkündete Göke und gab die Bühne frei für den traditionellen „Donauwalzer“ von Black & White. Hohe Kunst, aber auch etwas zum Schmunzeln und auch zum Mitklatschen.

Eine gelungene Mischung, die das Publikum in der bis auf den letzten Stuhl gefüllten Dorfkirche denn auch mit reichlich Beifall würdigte. Bereits am 11. Januar steht in Repelen das nächste Event auf dem Programm: Dann heißt es „Akkordeon trifft Klarinette“ mit Marko Kassl und Robert Beck.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE