Neues am See in Moerser Freizeitpark

Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Stadt nimmt den Defekt des Teichablaufs im Freizeitpark zum Anlass, über die Umgestaltung des gesamten Bereiches mit Café und Skaterbahn nachzudenken.

Moers..  Der See im Moerser Freizeitpark ist schon lange kein Schmuckstück mehr. Jetzt hat er ein Problem, das die Stadt zum Anlass nimmt, über die Umgestaltung des künstlichen Gewässers mitsamt seinem Umfeld nachzudenken.

Diesen Anblick hat man nicht alle Tage: Statt auf eine große Wasserfläche mit Enten und Gänsen gucken die Parkbesucher auf den Boden einer leeren, hässlich-grauen Steinwanne. Geradezu komisch wird die Szene durch ein vergessenes Schild am Ufer: „Betreten der Eisfläche verboten“, steht darauf.

Wie berichtet, ist der so genannte Ablaufschieber hinüber, mit dem der Wasserstand in dem aus den 70er Jahren stammenden See reguliert werden kann. Die Reparatur würde „deutlich über 10 000 Euro“ kosten, berichtet Stadt-Sprecher Thorsten Schröder. Eine Menge Geld, für die man nur die alte, aus Sicht der Stadtverwaltung unbefriedigende Situation wieder herstellen würde.

„Tatsächlich liegt dort einiges im argen“, sagt Schröder. Steine und Platten haben sich gehoben und sind am Ufer gebrochen und durch Wurzeln geschädigt. „Und es gibt eine ganze Reihe von Stolperfallen“, ergänzt Schröder. Der Waschbeton sei ebenso wenig eine Zierde wie die Skaterbahn und das mit Graffiti beschmierte Café.

Die zuständige Fachverwaltung im Rathaus will nun ein Gesamtkonzept mit Varianten für das Areal erarbeiten. „Der Prozess steht aber noch ganz am Anfang“, sagt Schröder. Keine Option sei ausgeschlossen. Eine Verkleinerung der fast 6000 Quadratmeter großen Wasserfläche könnte durchaus eine Möglichkeit sein, wobei man aber an dem grundsätzlichen Ziel festhalte, „an dieser Stelle im Park ein Gewässer zu behalten“.

Zwischenlösung

Ob die Stadt die Neugestaltung angehen wird, muss am Ende der Rat entscheiden. Die Kosten werden dabei zweifellos eine große Rolle spielen. SPD-Fraktionschef Mark Rosendahl zeigt sich denn auch zurückhaltend in der Beurteilung: „Das Vorgehen der Verwaltung ergibt natürlich Sinn. Bevor man über 10 000 Euro für eine Reparatur ausgibt und Fakten schafft, geht man einen Schritt zurück und überlegt, ob man das Geld an der Stelle besser einsetzen könnte.“ Da müsse man nun abwarten, welche Ideen entwickelt werden – und was deren Realisierung kosten würde, so Rosendahl.

Derweil wird an der Zwischenlösung gearbeitet, damit der See keine öde Steinwüste bleibt. Enni-Mitarbeiter haben in der Werkstatt ein Rohr hergestellt, dass nun – ähnlich einem Badewannenstöpsel – am heutigen Mittwoch auf den Abfluss montiert wird. Ob die obere Öffnung groß genug ist, um bei Starkregen rechtzeitig die entsprechende Menge Wasser aufzunehmen, wenn der Tümpel überläuft, muss sich dann erweisen.