Neuer Markt-Test im Dorf Neukirchen

Was wir bereits wissen
Der Haupt- und Finanzausschuss hat beschlossen, einen weiteren Test durchzuführen. Die Stände sollen jetzt in einem Bereich an der Hochstraße aufgestellt werden.

Neukirchen-Vluyn..  Es wird eine neue Testphase für den Freitagsmarkt im Dorf Neukirchen geben. Von Juli bis zum Jahresende soll doch noch eine alternative Aufstellung der Stände in die Hochstraße hinein getestet werden. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner gestrigen Sitzung einstimmig so beschlossen.

Obwohl sich bei der Befragung von Gewerbetreibenden, Marktbesuchern, Anwohnern und Marktbeschickern gezeigt hatte, dass die letztgenannten drei Gruppen die Sperrung der Lindenstraße positiv bewerten, war auch deutlich geworden, dass eine erneute Testphase zumindest nicht abgelehnt wird.

Die CDU-Fraktion hatte sich in der Sitzung erneut dafür stark gemacht auszuprobieren, wie sich die Verlagerung der Stände aus der Lindenstraße in die Hochstraße auswirken könnte. Damit werde nicht „festzementiert“, betonte Thomas Stralka. Die SPD-Fraktion machte deutlich, dass sie die derzeitige Lösung für gut erachtet. „Wir würden uns mit Bauchschmerzen einem weiteren Test anschließen“, sagte Jochen Gottke. Und: „Um des lieben Friedens Willen: Einen Test machen wir noch.“ Auch Norbert Gebuhr (FDP/Piraten) machte unmissverständlich klar: „Das ist der letzte Versuch, und im Dezember entscheiden wir.“ Er äußerte Zweifel, an der Aussagekraft der Antworten der Gewerbetreibenden, da nur 23 Antwortbögen von 85 eingegangen seien.

Klaus Wallenstein (NV Auf geht’s) mochte ebenfalls nicht den Ausführungen Uwe Horns folgen. Der hatte als Sprecher der Gewerbetreibenden im Dorf zu Beginn der Sitzung unter anderem gesagt, es gebe Belege für die Umsatzrückgänge an Freitagen. „Mich überzeugen die Argumente überhaupt nicht“, sagte Wallenstein. Zustimmung zum Test kam auch von den Grünen, die sich abschließend ein Ergebnis erhoffen, mit dem alle leben können.

Die Testphase soll zwar bis Jahresende dauern. Ab Ende Oktober sollen die Ergebnisse jedoch bereits evaluiert werden, damit im Dezember eine Entscheidung fallen kann.