Neue Anlaufstelle für Flüchtlinge in Kamp-Lintfort

Vereint für Flüchtlinge: die Stadt Kamp-Lintfort, Vertragspartner Internationaler Bund in der Anlaufstelle im Rathauscenter
Vereint für Flüchtlinge: die Stadt Kamp-Lintfort, Vertragspartner Internationaler Bund in der Anlaufstelle im Rathauscenter
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zurzeit leben 230 Flüchtlinge und Asylsuchende in Kamp-Lintfort. Ein Raum im Rathauscenter soll Treffpunkt und Begegnungsstätte sein.

Kamp-Lintfort..  Ein breites Bündnis aus hauptberuflich engagierten Menschen und Ehrenamtlichen kümmert sich künftig um die wachsende Zahl von Flüchtlingen in Kamp-Lintfort. Die Stadt stellt dazu einen großen Raum im Rathauscenter zur Verfügung.

Sozialdezernent Christoph Müllmann stellte am Montag den neuen Raum und ein Team, das sich um die Belange der Flüchtlinge kümmert, vor. Bürgermeister Christoph Landscheidt sieht das so: „Mit den neuen Räumlichkeiten im Rathauscenter schaffen wir ein zentrales Angebot in der Mitte unserer Stadt, denn genau dort gehört für uns die Flüchtlingshilfe hin.“ In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Menschen, die in Kamp-Lintfort Schutz suchen, gestiegen. 80 Flüchtlinge und Asylsuchende kamen allein im ersten Vierteljahr 2015. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 108. Zurzeit leben 230 Flüchtlinge und Asylsuchende in der Stadt. Sie leben in 21 angemieteten Häusern und einem Übergangswohnheim.

Bei der neuen Anlaufstelle arbeiten Stadt, Internationaler Bund und die Flüchtlingshilfe Kamp-Lintfort eng zusammen. Für den neuen Verein sagte Rainer Klotz am Montag: „Wir befinden uns gerade in der Gründung und möchten das Bindeglied zwischen Flüchtlingen und den Menschen hier sein.“ Nach seinen Angaben umfasst der neue Verein etwa 45 Personen.

In der neuen Anlaufstelle im Rathauscenter soll es zunächst Deutsch-Kurse für Flüchtlinge geben. Petra Braun vom Internationalen Bund bietet solche Kurse zwar bereits im Übergangsheim an, aber der Raum in der Stadtmitte eröffnet neue Möglichkeiten. Nach und nach, so Bernd Kopitzki vom Sozialamt Kamp-Lintfort, soll der Raum sich weiter mit Leben füllen.

Immer mehr Freiwillige

Sein Wunsch: „Einwohner und Flüchtlinge können hier zusammenkommen und sich austauschen.“ Auch Ehrenamtliche, die die Flüchtlinge gezielt unterstützen möchten, können in den Raum kommen. Sozialpädagogin Rosemarie Nesbach soll deren Engagement für die Stadt koordinieren.

Rainer Klotz berichtete am Montag von einer wachsenden Zahl von Kamp-Lintfortern, die den Flüchtlingen in der Stadt helfen möchten.