Das aktuelle Wetter Moers 12°C
Soziales

Netzwerk für die Senioren knüpfen

13.01.2010 | 06:00 Uhr

Neukirchen-Vluyn. Die Einwohner werden immer älter, der Bedarf an Dienstleitungen für das Wohnen im Alter steigt. So gab die Stadt unlängst den Anstoß zu einer „Keimzelle”, die ein Netzwerk für Senioren in Neukirchen-Vluyn bilden soll.

Axel Loobes von der Altenheimat am Klotzfeld, Annegret Feldszus vom ambulanten Pflegedienst der Diakonie, Dr. Heinrich Silber vom Verein für innere Mission, Anneke van der Veen vom Treff 55 sowie Gleichstellungsbeauftragte Cornelia Hüsch von der Agendagruppe kümmern sich um die Aufgabe in Vluyn.

So viele Aktive wie möglich ins Boot holen

Alt werden in den eigenen vier Wänden – so könnte der Titel des Netzwerks lauten. „Wir wollen so viele Aktive wie möglich ins Boot holen”, schildert Axel Loobes. Dies könne, so Cornelia Hüsch, bereits bei der Nachbarschaftshilfe anfangen. Ähnlich der Freiwilligen-Börse in Moers wolle man auch in Neukirchen-Vluyn zahlreiche Ehrenamtliche aktivieren. Angebote reichten beispielsweise vom Spazierengehen mit einem Senior oder das Erledigen von Büroarbeit bis hin zu Einkäufen oder der Begleitung bei Theaterbesuchen. „Der Bedarf dafür existiert, wie wir aus unserer täglichen Arbeit im Pflegedienst wissen”, schildert Annegret Feldszus.

In einer Fragenbogenaktion an alle Menschen über 50 Jahre in Vluyn will die „Keimzelle” auch erfahren, welche Hilfen nötig wären und welche kritischen Punkte es beim derzeitigen Seniorenservice gibt, schildert Heinrich Silber. Die Bögen gingen demnächst an die Haushalte. „Danach formulieren wir die Angebote.”

Eine Veranstaltung am 27. Februar, bei der in lockerer Runde eine Bestandsaufnahme erfolgen soll, rundet die Aktivitäten ab. Axel Loobes weist darauf hin, dass es künftig jeden zweiten Mittwoch im Monat im Gemeindesaal in Vluyn eine Veranstaltungsreihe für Senioren geben wird, bei der es um interessante Themen wie Betreuungsrecht oder Patientenverfügung geht.

Geplant ist im Oktober auch wieder eine Seniorenmesse. „Auch da wollen wir neue Kontakte knüpfen”, schildert Cornelia Hüsch. Die Jüngste Messe habe ungewöhnlich guten Zulauf gehabt.

An alltägliche Dinge zu wenig gedacht

Oft seien es die alltäglichen Dinge, an die auch im Bereich der Senioren zu wenig gedacht werde, erklärt Loobes. Dies fange damit an, dass ein älterer Mensch nicht wisse, wohin er seinen Rollator stellen könne, wo die nächste Behindertentoilette sei oder welcher Optiker ins Haus komme. „Wir als Keimzelle sammeln und vermitteln solche Themen.”

Eine Keimzelle ist auch für Neukirchen angedacht.

Der erste Vluyner 50-plus-Treff ist am Samstag, 27. Februar, ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindesaal, Pastoratstraße 23. Auch Neukirchener Bürger sind willkommnen.

Klara Helmes

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2379085/create

Aktuelle Fotos und Videos
Musik und Sonne pur
Bildgalerie
Moers Festival
Helges Heimatabend im Zelt
Bildgalerie
Helge Schneider
Freibad in Kamp-Lintfort öffnet
Bildgalerie
Lifestyle
Unwetter am Niederrhein
Bildgalerie
Wetter
Aus dem Ressort
Lösung noch vor Mitternacht
Wissenschaft
Studierende des zweiten Semesters aus dem Studiengang „Medien und Kommunikationsinformatik“ der Fakultät Kommunikation und Umwelt nahmen an einem Programmierwettbewerb zur Erstellung kleiner Helfer-Programme teil.
Dank an die Finder
Kriminalität
Moers. Es ist etwas ungewöhnlich: Sigrid Mayer wurde bestohlen, aber sie möchte sich bedanken. Und zwar bei drei Jugendlichen, die ihr das Portemonnaie zurückbrachten, das ihr Taschendiebe am Mittwochmittag gestohlen hatten.