Nau-Bauten: Sanierung soll zeitnah beginnen

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Der Eigentümer der Immobilien will am Kiefernweg anfangen und die Wohnungen richtig bewohnbar machen. Parallel dazu gibt es eine Bestandsaufnahme rund um den Nordring, wo dann später saniert wird.

Neukirchen-Vluyn..  Die Sanierungsarbeiten an den Nau-Immobilien am Kiefern-, Ulmen- und Terniepenweg sollen in Kürze beginnen. Es könne sein, dass es nächste Woche losgeht, sagte der Eigentümer Sebastian Olbrich auf Nachfrage der NRZ. Konkret festlegen könne er sich gleichwohl nicht. Die Stadt spricht von Ende Februar, Anfang März. Primär geht es jetzt laut Olbrich darum, in diesem Teil des Immobilien-Ensembles Ordnung und vernünftigen Wohnraum zu schaffen.

Parallel dazu ist der vom Eigentümer beauftragte Generalunternehmer im Bereich Vluyner Nordring unterwegs und macht eine Bestandsaufnahme von dem, was an Sanierungsarbeiten mittel- und langfristig zu tun ist. In den nächsten Tagen soll die Bestandsaufnahme bei den Mietern gemacht werden. Dann geht es darum, wer wo wohnt und welcher Bedarf besteht. Die Mieter hatten sich unlängst zur Gemeinschaft zusammengeschlossen, ihre Sorgen geäußert sowie Forderungen vorgebracht. Er nehme die Sorgen der Mietergemeinschaft sehr ernst, sagte Olbrich. Grundsätzlich äußerte der Unternehmer seine Gesprächsbereitschaft und kündigte an, demnächst auf die Mieter zuzugehen.

Mit Blick auf die aktuelle Situation nach dem Brand am vergangenen Samstag erklärte Olbrich zur Frage nach der Bereitstellung eines Sicherheitsdienstes, man sei dabei, Angebote zu einzuholen: „Es werden verschiedene Modelle durchdacht.“ Zudem soll der Hausmeister verstärkt ein Auge aufs Geschehen haben. „Die Polizei fährt vermehrt Streife“, sagte Stadtsprecher Grusen. Verschnupft reagiert Olbrich auf widersprüchliche Aussagen, die in der Stadt die Runde machen. Den Schwarzen Peter für alle Kritik mag der Hagener nicht einstecken. Olbrich: „Es gibt uns ja bisher keiner die Chance zu zeigen, was wir machen und was wir machen können.“

Derweil meldet sich die SPD zu Wort. „Die Sicherheit der Mieter am Vluyner Nordring steht an erster Stelle“, betont Fraktionschef Jochen Gottke: „Der Bürgermeister sollte die Belehrung der Mieter unterlassen und statt dessen sofort ein Sicherheitsteam für die Objektbetreuung von der Vermieterin fordern.“ Auch Parteichefin Elke Buttkereit sieht die Vermieterin in der Pflicht: „Das ständige Gerede über künftige Absichten und dass man selber keine Schuld trage, interessiert keinen Bewohner.“ Es fehlten simpelste Dokumentationen über Bauzustand, Bewohnbarkeit und eine Sanierungsinitiative. Buttkereit: „Ein Konzept ist nicht in Sicht, aber alle Mieter sollen schon mal in den Vluyner Süden ziehen“, dies sei keine wirkliche Empfehlung. „Wie sehr das Thema brennt“, sagt Fraktionsvize Günter Zeller, „erkennt inzwischen jeder.“