Nächster Schritt für die Gesamtschule Neukirchen-Vluyn

Zukunftswerkstatt der Gesamtschule Neukirchen-Vluyn.
Zukunftswerkstatt der Gesamtschule Neukirchen-Vluyn.
Foto: Funke Foto-Services
Was wir bereits wissen
Bei der ersten Zukunftswerkstatt gab es einen guten Austausch zwischen Eltern und den Lehrern aus der Vorbereitungsgruppe.

Neukirchen-Vluyn..  Elf ziemlich konkrete Zielvorstellungen: Das ist eines der Ergebnisse aus der ersten Zukunftswerkstatt für die neue Gesamtschule, die ab August an den Start gehen soll. Rund drei Stunden lang hatten sich die etwa 50 Eltern und acht Lehrer am Montagabend über ihre Vorstellungen und Wünsche ausgetauscht. Der pädagogische Berater Heinz Gniostko hat den Abend als „Café Zukunft“, angelegt und damit die Methode des World-Cafés aufgegriffen.

Drei Fragen

Bedeutete unterm Strich: Nach einem einleitenden Impuls des Beraters setzten sich die Eltern in zufälliger Zusammensetzung an verschiedenen Tischen zusammen.

Es gab drei Fragen zu beantworten: „Was soll die Gesamtschule auszeichnen, in die Ihr Kind gerne geht und gut lernt?“ Frage zwei: „Wie können Sie sich als Eltern eine Mitarbeit/Unterstützung vorstellen?“ Und letztlich: „In welchen Bereichen sollte die Gesamtschule Schwerpunkte setzen?“

Nach jeder Frage wurden die Gruppen an den Tischen neu zusammengesetzt, so dass sich die Gespräche gegenseitig befruchteten. Wie in einem Café sollte es nach Vorstellung Gniostkos zugehen, der eingangs daran erinnerte, welche Prominenz in der Vergangenheit in den Pariser Cafés zusammengekommen war, um grundlegende Erkenntnisse zu generieren.

Der Wunsch ging auf. Die Eltern kamen gut miteinander ins Gespräch. Klar war für sie am Ende des Abends beispielsweise, dass es Lesemütter und -Väter geben soll, einen Jungenbeauftragten, zudem soll ein Förderverein gegründet werden. Dazu haben sich neun Personen gemeldet. Insofern können bald die Modalitäten erledigt werden, und der Förderverein könne zum Schuljahresbeginn starten, kündigt Gniostko an.

Ein Hund

Einen Schulhund soll es geben. Darüber hinaus wird ein Lernbegleiter auf den Weg gebracht. „Der Austausch zwischen Eltern und Schule ist wichtig“, betont Tanja Rathmer-Naundorf, Konrektorin an der Theodor-Heuss-Realschule und Mitglied der Gesamtschul-Vorbereitungsgruppe. Den Abend bewertet sie als sehr positiv. Und: Die Zukunftswerkstatt soll kein singuläres Ereignis bleiben, der Austausch soll fortgesetzt werden. Auch mit den künftigen Gesamtschülern möchte sich das Vorbereitungsteam zusammensetzen. Ihre Meinungen sind ebenso wichtig.

All das, was Eltern und Schüler einbringen, wird jetzt vom Vorbereitungsteam überarbeitet und soll in das Schulprogramm einfließen. Für den 15. Juni ist ein erster Kennenlerntag terminiert. Laut Schuldezernent Jörg Geulmann liegen derzeit 135 Anmeldungen für die Gesamtschule vor.