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Gesundheitsserie

Nach der Spritze geht’s wieder

13.05.2011 | 18:48 Uhr
Nach der Spritze geht’s wieder
Patient Horst van Beeck mit Chefarzt Dr. Florian Danckwerth am St. Bernhard-Krankenhaus Kamp-Lintfort. Der Patient leidet seit Jahren an Rücken

Kamp-Lintfort.Eigentlich hatte Horst van Beeck kaum Probleme mit dem Rücken. Bis zu dem Tag vor fünf Jahren auf dem Campingplatz in Holland.

„Ich war beim Unkrautjäten im Garten. Plötzlich durchfuhr mich ein starker Schmerz im Rücken. Ich kam nicht mehr hoch“, schildert der 74-Jährige. Nachdem er sich in den Wagen auf die Couch geschleppt hatte, rief er den Hausarzt an. „Der riet mir, eine Schmerztablette zu nehmen und einen Termin im St. Bernhard Krankenhaus bei Chefarzt Dr. Danckwerth zu machen.“

Dr. Florian Danckwerth ist Chef der Orthopädischen Klinik II am Krankenhaus St. Bernhard. „Er stellte mich auf den Kopf.“ Das Ergebnis: Horst van Beeck leidet am Facettensyndrom, dem Verschleiß der Wirbelgelenke. Hinzu kommt noch ein leichter Bandscheibenvorfall. Seither bekommt der Patient Spritzen, die die Schmerzen mildern. „Das geht seit Jahren so.“ Und wirklich froh ist der Patient, dass eine Operation auf diese Weise vermeidbar ist.

Selbst die plötzlichen „Herzschmerzen“ van Beecks beim Liegen auf der Couch entpuppten sich als wirbelsäulenbedingt. „Ich war beim Herzspezialisten. Der konnte aber nichts finden.“

Wenn Horst van Beeck „seine“ Spritze bekommen hat, geht es ihm schon an ein paar Stunden viel besser. „Dann bin ich wieder topfit, die Schmerzen sind so gut wie weg.“ Nach etwa sechs Monaten ist der Patient dann wieder „reif“. „Bei anderen Kranken hält die erlösende Wirkung so einer Spritze über ein Jahr an“, weiß van Beeck. Hilfreich sind auch Krankengymnastik und vor allem Schwimmen.

Horst van Beeck ist dankbar: „Wir können froh sein, so eine gute Klinik hier vor Ort zu haben.“ Van Beeck war 25 Jahre für die SPD im Rat der Stadt, davon 15 Jahre Vorsitzender im Umweltausschuss. Er trägt das Bundesverdienstkreuz und den Ehrenring der Stadt. Da wundert es nicht, wenn er sich auch noch für den Förderverein der Klinik St. Bernhard stark macht. Aries, heißt er, was die Anfangsbuchstaben von Anästhesie, Rettungsdienst, Intensivmedizin, Erste Hilfe und Schmerztherapie bedeutet. Und der Verein ist immer auf der Suche nach großzügigen Spendern...

Klara Helmes

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