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Mord per Blattschuss

02.03.2008 | 17:21 Uhr

LITERATUR. Bei der "Kriminale" las Richter Andreas Hoppert aus seinem Roman "Zug um Zug".

MOERS. Nur selten dringt am Abend noch Licht aus dem Schöffensaal in der ersten Etage auf die Haagstraße. Am Freitag war nicht nur der Saal 106 des Amtsgerichts hell erleuchtet, es saßen Dutzende Zuhörer dicht an dicht, um Richter Andreas Hoppert zu hören. Er las im Rahmen der KriMinale aus seinem Krimi "Zug um Zug".

Die Zuhörer mochten sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Hoppert, Richter an einem Sozialgericht, möglicherweise den Berufsstand der Rechtsanwälte nicht sonderlich wertschätzt. Die Hauptfigur seines Romans ist ein Anwalt, der seine Zulassung wegen eines Versicherungsbetrugs verlor und nun als eine Art "Ghostwriter" für eine andere Anwältin arbeitet, die wiederum alkoholabhängig und außerdem stark depressiv ist. Dieses Gespann verteidigt in "Zug um Zug" einen Finanzmakler und Hobbyjäger, der seine Ex-Lebensgefährtin im dunklen Tann mit einem Blattschuss meuchlings gemordet haben soll.

Neben Andreas Hoppert saßen Angela Glatz-Büscher, Direktorin des Moerser Amtsgerichts und Vorsitzende des Schöffengerichts, und KriMinale-Macherin Gabriele Esser am Richtertisch, beide Expertinnen in Sachen Krimi. In der ersten Reihe der Zuschauer, dort, wo im wahren Gerichtsleben Verteidiger sitzen, nahm der ehemalige Amtsgerichtsdirektor Wolf Volkmer Platz. Und auf der Anklagebank saß die Presse. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (hr)

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