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Moerserin kocht mit bei "Das perfekte Dinner"

10.01.2010 | 09:00 Uhr
Moerserin kocht mit bei

Moers. Bald ist der Siedepunkt erreicht. Denn am Montag ist es soweit. Adriane den Drijver-Wenning ist eine Woche lang täglich von 19 bis 19.50 Uhr beim Sender Vox in der Kochshow „Das perfekte Dinner” zu sehen.

Bleibt die heiße Frage: Wir sie am Freitag nach ihrer eigenen Menu auch zur Siegerin?

Studenten tischten die Idee zum Mitmachen der 32-Jährigen und ihrem Ehemann Jens Wenning bereits im November 2008 bei einem Besuch der Kölner Messe „Eat'n STYLE” auf. Adriane den Dirjver-Wenning, Leiterin eines Blumengroßhandels, erinnert sich: „Die beiden sprachen uns an und fragten, ob wir beim ,Perfekten Dinner' mitmachen wollten. Das lehnten wir zunächst ab. So einen Stress wollten wir uns nicht antun.”

Drei Menus vorgeschlagen

Vier Stunden später, nach dem Verkosten etlicher Leckereien und dem einen oder anderen auch alkoholischen Getränk, liefen den Moersern die Studenten erneut über den Weg. „Und da trugen wir meinen Bruder Bastian für die Show ,Unter Volldampf' und Jens für ,Das perfekte Dinner' ein. Wir mussten einen langen Fragebogen ausfüllen, in dem sogar nach der Größe der heimischen Küche gefragt wurde.”

Doch es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. So dauerte es bis August 2009, bis sich die Produktionsfirma „Granada” meldete. „Da ging ich flötend zu meinem Mann und sagte: Die wollen, dass Du mitkochst!” Jens Wenning drängte: „Adriane, leg' auf!”

Nach einigem Hin und Her, nach Gesprächen über seine beruflichen Verpflichtungen – für den Elektriker stand eine Dienstreise bevor – hatte Linda Traber von „Granada” stattdessen die 32-Jährige „bequatscht”. Und unter 18 gecasteten möglichen Teilnehmern für „Das perfekte Dinner” setzte den Drijver-Wenning sich auch durch. „Bei einem Probedreh musste ich sogar was über meine Tapete und über mein Billy-Regal erzählen”, erinnert sich Adriane den Drijver-Wenning über ungewöhnliche Tests zur Sendung.

Ihr ursprünglicher Kochtag sollte der 2. Oktober sein. Der wurde verschoben. „Ausgerechnet auf Freitag, 13. November”, schmunzelt die Blumengroßhändlerin. „Nun sollte ich mir drei Menus mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert einfallen lassen. Nicht erlaubt waren einige Dinge wie Tiramisu, Rinderfilet und italienische Nudelgerichte. Auch Kürbissuppe war nicht gestattet - wegen des Sendetermins im Winter.”

Zitronengras-Kokosmilch-Suppe und Pflaumensorbet

Schließlich stand fest, was Adraine den Drijver-Wenning ihren Mitstreitern auftischen würde: Zitronengras-Kokosmilch-Suppe, Mongolenfeuer (Schweinefilet asiatisch mit Reis und Gemüse) sowie Pflaumensorbet.

„Allmählich wurde ich nervös”, gesteht sie. „Ich habe mehrfach die Gerichte geübt, das Tafelsilber der Oma hervorgeholt und geputzt, neue Weingläser gekauft und einiges mehr.” Erst kurz vor den TV-Aufzeichnungen erfuhr sie, wer die anderen Kandidaten waren und wann sie wo zum Dreh zu sein hatte.

„Wir waren eine nette Runde und lachten viel. Mit denen war gut Kirschen essen. Bei der Aufzeichnung, die morgens in meiner Wohnung begann und bis etwa Mitternacht dauerte, gab es immer wieder Pausen. Da wurde die Begrüßung gedreht, da gab es Interviews der Teilnehmer, das Zubereiten der einzelnen Gänge. Die anderen durften nicht dabei sein und zugucken, wenn wir am Herd wirbelten. Vorher mussten wir sogar ankündigen, wie lange wir für einen der drei Gänge benötigten.”

„Mein Filet war pünktlich und – auf den Punkt gegart – fertig. Doch nach einer Drehpause war das Filet dann durch. So kam es leider nicht ganz optimal auf den Tisch.” Magenknurren hin, Kohldampf her. In die Suppe habe sie irrtümlich zuviel Limettensaft gekippt und dann versucht, mit diversen Tricks ihre Vorspeise zu retten. Und der auf den Balkon gestellte Weißwein sei bei den hohen Temperaturen im November erst zu warm geworden. „Den habe ich dann in die Truhe gesteckt und gehofft, dass ich die Flaschen dort nicht zu lange drin lasse.”

Ergebnis wird nicht verraten

Ungewöhnlich war für die 32-Jährige auch, dass sie in einer Pause nicht einmal die schon benutzten Teller und das Besteck spülen sollte. „So türmten sich am Ende des Tages die Geschirrberge in der Küche”.

Bei der Punktvergabe wurde jeder Kandidat solo gefilmt. Erst am Ende der Woche erfuhren alle, wer gewonnen hat, wer der perfekteste Gastgeber war. Wird nicht verraten - die Show wäre sonst wohl für manche Zuschauer kalter Kaffee.

Norbert Köppern

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