Moerser Schüler spekulieren mit Spielgeld

Niklas Thum und Sven van Dyck haben alles im Blick.
Niklas Thum und Sven van Dyck haben alles im Blick.
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Zwei 17-jährige Schüler der Hermann-Runge-Gesamtschule haben ein glückliches Händchen und liegen beim Planspiel prima im Rennen

Moers..  Sie sind zwar noch jung, aber um sich auf die Dinge des Lebens vorzubereiten, ist man nie zu jung: Sven van Dyck (17) und sein Schulfreund Niklas Thum (17) übten sich seit einigen Wochen in Sachen Börsenspekulation.

„Die Sparkasse hatte an den Schulen zum Planspiel Börse aufgerufen, da dachten wir, wir machen mit“, so Niklas Thum. Beim ersten Treffen der jungen Börsianer bildete er mit Sven ein Team.

Mit einem fiktiven Kapital von 50 000 Euro gingen die jungen Leute an den Start.

Kaufen und verkaufen

Was daraus geworden ist, ist ganz unterschiedlich: „Es gibt beispielsweise eine Gruppe, die hat für das ganze Geld Postbank-Aktien gekauft. Die stehen jetzt gerade mal plus minus null da“, schildert Sven.

Was den beiden Hermann-Runge-Schülern nicht passieren konnte. „Wir haben das Kapital aufgeteilt. Zwischen 175 fiktiven Aktien konnten wir wählen. „Anfangs haben wir uns für Fresenius und Facebook entschieden und dann alles gewinnbringend verkauft. Dann kauften wir VW und Amazon-Aktien“, sagt Niklas. Rund 30 Käufe und Verkäufe tätigten die beiden in den acht Wochen des Börsenspiels. „Bei keiner Aktie haben wir Verlust gemacht.“ Gute Strategie: Wenn’s runter ging, warteten die beiden, bis es wieder aufwärts ging und verkauften dann.

„Leider fiel Amazon gegen Ende etwas“, meint Niklas. Trotzdem stand das Depot von Niklas und Sven noch bei 54 000 Euro. Die Papiere wollten die beiden bis zum Schluss des Planspiels Börse halten. „Durch das Weihnachtsgeschäft konnte es mit Amazon eigentlich nur bergauf gehen“, vermutete Niklas.

Die zehn Besten des Spiels – gewertet nach ihrem erzielten Gewinn – bekommen von der Sparkasse am Niederrhein Geldpreise. Wer die Glücklichen sind, will die Sparkasse noch nicht verraten. Jedoch steht schon jetzt fest, dass Sven und Niklas unter den zehn Besten rangieren. Gewertet werden darüber hinaus die besten Teams im Rheinland sowie auf Bundesebene. „Da winkt ein Wochenende in Luxemburg. Allein deshalb lohnt es sich schon mitzumachen“, bekundete Sven. Für Niklas Thum wird es auch nach Spielschluss mit den Themen Wirtschaft und Finanzen weitergehen. „Ich belege in der Oberstufe das Fach Wirtschaft. Und später studiere ich BWL. „Dann kann ich in Vaters Firma einsteigen“, beschrieb der junge Mann seine Pläne ganz genau. Anders dagegen Sven. „Ich liebe den Sport und will später was in dieser Richtung machen. Das Planspiel Börse kann aber auch für so einen Weg nicht schaden.“