Moerser antworten beim Bürgerbarometer

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Was wir bereits wissen
Die Ergebnisse der repäsentativen Umfrage zu wichtigen Themen in Moers liegen vor. Wir stellen sie in den nächsten Wochen vor

Moers..  Die Ergebnisse des NRZ-Bürgerbarometers 2015 liegen vor. Die repräsentative Umfrage beschäftigt sich mit wichtigen Themen aus Moers. Bei keiner anderen Frage haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so deutlich entschieden wie bei der Grundsteuer B-Erhöhung. 72 Prozent der Befragten sagen: „Nein, dass ist nicht der richtige Schritt, um die Löcher im Finanzhaushalt der Stadt zu stopfen.“

Das Bürgerbarometer 2015 hat die NRZ zusammen mit einer Forschungsgruppe der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Sabine Lauderbach durchgeführt. In den vergangenen Wochen wurden 400 Moerserinnen und Moerser zu verschiedenen Themen befragt. Dabei achtete die Forschungsgruppe darauf, dass Geschlecht und Alter möglichst gleichmäßig vertreten waren. Ebenso verteilen sich die Befragten gleichmäßig über das Stadtgebiet. Die NRZ veröffentlicht ab heute Ergebnisse aus dem Bürgerbarometer.

Ein Thema bei der Umfrage war die drastische Erhöhung der Grundsteuer B. Ende November vergangenen Jahres hatte der Rat mehrheitlich beschlossen, den Hebesatz für die Grundsteuer B ab 2015 von 490 auf 740 Prozentpunkte anzuheben. Damit soll ein damals prognostiziertes Haushaltsloch von über acht Millionen Euro gestopft werden. Die NRZ wollte jetzt, knapp ein halbes Jahr nach der Entscheidung, wissen: „Ist das der richtige Schritt?“

Das Ergebnis beim Bürgerbarometer 2015 ist eindeutig: 72 Prozent der Befragten sind gegen die Erhöhung. Nur zwölf Prozent finden, dass das der richtige Schritt ist, 13 Prozent wissen es nicht und drei Prozent machen zu der Frage keine Angabe.

Besonders interessant ist ein Blick auf die altersmäßige Verteilung bei dieser Frage. Bei den über 70-jährigen ist die Zustimmung zur Erhöhung überdurchschnittlich. Gar keine Akzeptanz für den Schritt gibt es dagegen bei der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen: Kein einziger der Befragten sagt ja zur der Erhöhung. In dieser Gruppe und bei den 40- bis 49-Jährigen ist die Ablehnung besonders hoch.