Moers war für fünf Minuten zappenduster

Moers..  Die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung ist ein komplexes Projekt. 10 000 Leuchten, 200 Verteilerschränke und hunderte Kilometer Kabelnetz gilt es zu dirigieren. „Dass da gerade in der Anfangsphase auch mal etwas schief geht, ist nicht schön, aber sicherlich mensch-lich“, sagt Jürgen Bachmann, Sachgebietsleiter bei der Enni Stadt & Service, die seit 1. Januar für die Straßenbeleuchtung zuständig ist. Das bedeutete nicht nur für die Mitarbeiter einen Umzug, sondern auch für die gesamte Steuerungstechnik. „Hier lag wohl auch der Grund, warum gestern Morgen im gesamten Stadtgebiet für fünf Minuten die Beleuchtung erlosch“, sagt Enni-Vorstand Lutz Hormes und bittet die Moerser für die Panne um Entschul-digung.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Verteilerschränke der Straßenbeleuchtung umgerüstet. Bis dato hatte jeder Schrank seinen eigenen Dämmerungsfühler. Nun gibt es nur noch einen Dämmerungsfühler, der die Lichtstärke misst und ein Signal an sämtliche Verteilerschränke sendet. „In den ersten Tagen hatten wir keine Probleme mit dem neuen Standort. Aber heute Morgen hat der Fühler fälschlicherweise über mehrere Minuten mehr als zehn Lux Lichtstärke gemessen“, erklärt Bachmann, warum die Stadt am Donnerstag zwischen 6.21 Uhr und 6.26 Uhr im Dunkeln lag.