Moers: Schulweg blieb duster

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Was wir bereits wissen
Laternen in Vinn blieben aus. Enni: Ursache war ein Kabelfehler, nicht die Nachtabschaltung

Moers..  Spätestens um kurz nach 7 Uhr heute früh wussten dann auch diejenigen Bescheid, die nicht in Vinn leben. Da blieb es nämlich duster, die Laternen waren auch abgeschaltet, als etliche Kinder ihren Schulweg antraten. CDU-Fraktionsvorsitzender Ingo Brohl hatte düstere Zeugen dieser Vinner Nacht am Morgen auf Facebook eingestellt und gemutmaßt: „Kann sein, dass es ein ,einfacher’ technischer Defekt war, aber die häufen sich leider in Zeiten unsinniger Nachtabschaltungen.“ Politisch deutlich, inhaltlich falsch.

Denn die Enni attestiert zwar den Ausfall der Straßenlaternen auf der Wörth- und der Filderstraße in Moers, spricht aber von einem „kuriosen Zufall“. In der Nacht zu Dienstag sei die Nachtabschaltung zwar erstmals in Hülsdonk, Vinn und Teilen von Asberg zum Tragen gekommen. „Dies hatte mit der Nachtabschaltung jedoch nichts zu tun, sondern hatte seine Ursache in einem Kabelfehler“, erklärt Enni-Mitarbeiter Jürgen Bachmann. Die Laternen an der Filder- und Wörthstraße waren bereits um 19 Uhr am Abend erloschen, nicht im Zuge der Abschaltung einfach aus geblieben. „Die Wartungsfirma arbeitet mit Hochdruck daran, den Schaden schnellst möglich zu beheben.“

Laternenkränze fehlen

Eine weitere Beschwerde erreichte die NRZ von Jörg Kösters, Mitglied bei der Bürgerinitiative „Licht an“. Er habe einen nächtlichen Rundgang gewagt und auf mehreren Straßen abgeschaltete Masten ohne rote Banderole gesehen. Hintergrund: Teilweise abgeschaltete Leuchten müssen so markiert sein, mit dem so genannten Laternenkranz, um den Autofahrern zu signalisieren, dass sie dort ihr Parklicht einschalten müssen.

Enni begründet das damit, dass viele Straßen im Grenzbereich zwischen Stadtteilen mit und bislang ohne Nachtabschaltung liegen. Etwa zwischen Hülsdonk und Kapellen. Da seien entsprechende Laternen noch nicht markiert, das hole man aber sofort nach.