Moers ist mit dem Radel da

Moers..  Klar, mit welchem Fahrzeug Bürgermeister Christoph Fleischhauer zum Pressetermin erschien: mit dem Fahrrad. Freilich ist der Anblick des Stadtoberhauptes mit Anzug, Krawatte und Fahrradhelm nichts Ungewöhnliches. Fleischhauer bewegt sich, wann immer er kann, mit diesem Fortbewegungsmittel. Insofern eignet sich der 50-Jährige besonders gut als Galionsfigur für die Aktion „Stadtradeln“, die soeben begonnen hat. Ziel es ist, möglichst viele Moerserinnen und Moerser dazu zu bewegen, aufs Auto zu verzichten und das Fahrrad zu benutzen.

Hinter der bundesweiten Aktion steht das „Klimabündnis“, das möglichst viele Kilometer auf dem Rad sammeln und so zum Klimaschutz beitragen will. Ab sofort bis zum 14. Juni beteiligt sich Moers daran. Mitmachen kann jeder, der in der Grafenstadt lebt, arbeitet, zur Schule gehen oder einem Moerser Verein angehört. Im Internet meldet man sich an und erklärt, dass man drei Wochen lang – beruflich oder privat – möglichst viele Kilometer CO2-frei unterwegs sein wird. Dort muss man täglich im Radelkalender die Kilometer eintragen, die man auf dem Drahtesel zurückgelegt hat. Die Teilnahme ist kostenlos. Wichtig ist aber, dass man als Team mitmacht. Es kann sich aus Arbeitskollegen zusammensetzen, Nachbarn, Freunden, Familienmitgliedern oder Mitschülern. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich bei der Stadtverwaltung einer offenen Gruppe anzuschließen.

Mitte Juni werden alle Fahrradkilometer zu einem Moerser Ergebnis addiert. Im vergangenen Jahr kamen 41 000 Kilometer zusammen, jetzt soll die 50 000-Kilometer-Marke geknackt werden. Wie Moers im bundesweiten Vergleich abschneidet, zeigt sich im Herbst, denn bis Ende September kann jede teilnehmende Kommune den Zeitraum ihrer Drei-Wochen-Aktion selbst festlegen.

Unterstützt wird das Moerser Stadtradeln von der Sparkasse am Niederrhein, Fahrrad Schwenzer und der Knappschaft. Die drei Sponsoren stiften Einkaufsgutscheine, Ballonfahrten und Sporttaschen für eine Verlosung unter den Teilnehmern. Bürgermeister Fleischhauer will allenfalls Dienstfahrten wie die am Donnerstag nach Arnheim mit dem Wagen zurückzulegen: „Das sind 110 Kilometer. Aber ich gestatte mir bis 14. Juni höchstens fünf Autofahrten.“