Moers: Filder Benden muss total saniert werden

Muss komplett durchsaniert werden: Das Gymnasium in den Filder Benden
Muss komplett durchsaniert werden: Das Gymnasium in den Filder Benden
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
PCB-Sanierung wird fällig, obwohl die Messwerte verschwindend gering sind. Kosten auf 2,8 Millionen Euro geschätzt

Moers..  Es ist eine Nachricht, die die Politiker nicht gern hören werden: Das Gymnasium in den Filder Benden wird in den kommenden drei Jahren komplett durchsaniert, die Kosten werden sich auf rund 2,8 Millionen Euro belaufen. Bei der Haushaltslage der Stadt darf bezweifelt werden, dass diese Summe aufzubringen ist, ohne an anderer Stelle massiv zu sparen.

Grund für die aufwändige Sanierung sind die im letzten Jahr gemessenen PCB-Werte. „Sie lagen 2014 im Winter über 300 Nanogramm je Kubikmeter Raumluft“, so Klaus Janczyk, Pressesprecher der Stadt. „Dies sind keine Werte, die Anlass zur Besorgnis geben.“ Aktuell seien auch nur drei Räume betroffen. Aber: „Wir gehen sehr verantwortlich mit dem Thema um.“

Daher habe man sich für eine Totalsanierung entschieden, die 2016 beginnen und 2018 abgeschlossen sein soll. Kostenpunkt: rund 2,8 Millionen Euro. Nun müsse gemeinsam mit der Schulleitung ein Sanierungskonzept für das Hauptgebäude erarbeitet werden. Ob die Sanierung im laufenden Schulbetrieb möglich sei oder nur in den Ferien durchgeführt werden könne, müsse sich noch zeigen. Die Planung, so Janczyk, sei nun Sache des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt (ZGM).

Die 2,8 Millionen Euro habe man bereits für die nächsten drei Jahre eingestellt, so der Pressesprecher weiter. Die Politik habe man noch nicht über die anstehende Sanierung informiert, da es keine akuten Gefährdungen gebe, wolle dies aber nun im Sinne der Transparenz nachholen. Zudem sei man gerade dabei, den Brief des Schulleiters zu beantworten, in dem dieser zahlreiche Fragen gestellt habe.

Arndt van Huet, erst seit letztem Jahr Leiter des Gymnasiums in den Filder Benden, hat eine Dauerbaustelle geerbt. Das Gebäude wurde zwar von 2001 bis 2005 PCB-saniert, aber offenbar nicht gründlich genug. Damals hatte sogar der TÜV seinen Stempel unter die Maßnahme gesetzt. „Wir hatten eine große Sitzung mit der Stadt, dem ZGM und dem Ingenieurbüro“, so Arndt van Huet. „Wir haben alle Eltern informiert.“ Das Kollegium, so der Schulleiter, habe die Nachricht sehr professionell verarbeitet.

Auf das Gymnasium kommen nun die Bauarbeiten zu. Van Huet: „Bei der ersten Sanierung wurde mit Containern gearbeitet.“ Vielleicht würden nun Stück für Stück die Flure saniert, eine Etage nach der anderen. Und drei Jahre sind keine Ewigkeit – Arndt van Huet schaut frohen Mutes in die Zukunft: „Am Ende haben wir ein topmodernes, durchsaniertes Gymnasium.“