Moers: Bahnhof bekommt einen Personentunnel

Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Lutz Hormes und Volker Görtzen beim ersten Spatenstich für den Personentunnel an der Bahnhofseite Lotharstraße, der Moers-Meerbeck anbinden soll.
Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Lutz Hormes und Volker Görtzen beim ersten Spatenstich für den Personentunnel an der Bahnhofseite Lotharstraße, der Moers-Meerbeck anbinden soll.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Verbindung zur Lotharstraße entsteht, dazu Fahrstühle und neue Bahnsteige. Projektkosten von 1,8 Millionen Euro

Moers..  „Manchmal dauern gute Dinge lange“, so Bürgermeister Christoph Fleischhauer gestern. Damit gemeint war der Tunnel-Durchstich vom Moerser Bahnhof zur Lotharstraße Richtung Meerbeck. Gestern erfolgte der offizielle Spatenstich dafür.

Aber auch die Bahnhofsanlage wird aufgepeppt. Da freute es den Bürgermeister vor allem, dass es künftig Fahrstühle für Gehbehinderte, Kinderwagen und Fahrräder geben wird. Daneben werden die Gleisanlagen runderneuert.

1,8 Millionen Euro kostet das auf zwölf Monate angelegte Projekt. Der auf 15 Meter erweiterte Rad- und Fußgängertunnel werde licht und freundlich gestaltet, wie Lutz Hormes von Enni Stadt und Service erläuterte. Aus einem dunklen Loch soll ein einladendes Portal ohne Angsträume oder schmutzige Ecken werden.

Neben einer guten Beleuchtung wird Videoüberwachung für mehr Sicherheit der Nutzer sorgen. Im vorderen Bereich sollen Säulen die bisherige Trennwand ersetzen und für eine schönere Optik sorgen.

Das Facelifting für den Moerser Bahnhof ist schon seit längerem in Arbeit. Denn schon seit über zehn Jahren bemühen die Stadt und die Deutsche Bahn sich um die Verschönerung des Bahnhofs und seines Umfeldes. So nannte Fleischhauer das bereits sanierte Bahnhofsgebäude und den Vorplatz auch ein Schmuckstück in der Stadt.

Zweiter Bauabschnittzur Jahresmitte

Zur Jahreshälfte soll der zweite der fünf Bauabschnitte in Angriff genommen werden: neue Treppen, neue Fliesen und Aufzüge – für die übrigens die Deutsche Bahn die Kosten trägt.

Wie alle Beteiligten gestern bekundeten, stehe die Sicherheit bei der Baumaßnahme im Vordergrund. Für die Arbeiten am Gleiskörper gibt es besondere Bestimmungen. Die beiden ausführenden Firmen werden den Bahndamm zunächst auf der Meerbecker Seite bis zum Gleis schräg abtragen und dann einen 14 mal 13 Meter großen Betonkorpus bauen.

Etwa um Pfingsten soll der Rest des Walles bis zu der 2,60 Meter dicken Rückwand des Tunnels verschwinden. In dieser Zeit werden sich auch Nachtarbeiten und Einschränkungen für Bahnkunden nicht vermeiden lassen, da eines der vier Gleise für die Bauzeit entfällt, wie Enni mitteilt.

Von der Bausumme übernimmt der Verkehrsverbund Rhein Ruhr den Löwenanteil von 970 000 Euro. Die Städtebauförderung des Landes steuert 500 000 Euro bei, 330 000 Euro zahlt die Stadt aus eigener Kasse.

ahn die Kosten übernimmt. Auch dert zweite Bahnsteig wird dann saniert. Die Umbauarbeiten am ersten Bahnsteig sind erst seit ein paar Wochen abgeschlossen. Wenn alles glatt läuft, werden die Arbeiten etwa Mitte Janus 2016 beendet sein.