Moers: Attraktives Baugebiet ist schwer zu erreichen

Das geplante Neubaugebiet am Ende der Teutonenstrasse.
Das geplante Neubaugebiet am Ende der Teutonenstrasse.
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Was wir bereits wissen
Die Fläche zwischen Uerdinger Straße, Humboldt- und Kaiserstraße hat so gut wie keinen Zugang

Moers..  Ziemlich nah am Stadtzentrum könnte ein attraktives Neubaugebiet erschlossen werden. Das Problem: Es gibt so gut wie keinen Zugang.

In dem Gebiet zwischen Uerdinger Straße, Humboldt- und Kaiserstraße liegt, von außen kaum sichtbar, seit Jahren eine große Fläche brach. Das Grundstück gehört zum Teil einem Investor aus Straelen, zum Teil der Stadt. Der Investor kann jetzt die städtischen Flächen kaufen, um anschließend Baugrundstücke anzubieten. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt hat am Montag einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. So weit, so gut. Schwierig könnte es allerdings werden, wenn künftige Hausbesitzer zu ihrem Neubau in diesem Gebiet gelangen wollen. Über die Uerdinger Straße und die Humboldstraße besteht keine Möglichkeit, an das innen liegende, künftige Neubaugebiet heranzukommen. Die Grundstücke an den Straßen sind längst bebaut. Gespräche über eine neue Zuwegung seien zwar mit Anliegern an der Uerdinger Straße geführt worden, es bestehe jedoch kaum Aufsicht auf Erfolg, sagte Burkhard Klingen (Stadtverwaltung) am Montag.

Bleibt also die Kaiserstraße. Dort gibt es entlang der Straße auch Häuser, aber eben nicht durchgängig. Die Teutonenstraße führt bereits in das künftige Neubaugebiet, doch die Straße kann den zu erwartenden Verkehr nicht allein tragen. „Wir müssen uns fragen: Wo ist die zweite Zuwegung?“, so Martin Dabrock, der sich als Stadtplaner mit dem Problem befasst.

Hoffnung machen, so Dabrock, Gespräche mit einem Grundstückseigentümer an der Kaiserstraße, hinter dessen Grundstück die Brachfläche beginnt.

Eine zweite Möglichkeit bietet sich über eine ohnehin geplante Erschließungsstraße entlang des Radweges, die nach der Erschließung als Zuwegung bestehen bleiben könnte.

Rolf Unterwagner (CDU) fragte am Montag im Ausschuss mit Blick auf eine Erschließung nach möglichen Schadstoffen im Boden und deren Entsorgung. Grundsätzlich gab es über alle Fraktionen hinweg eine breite Zustimmung für das Vorhaben, die Fläche zu vermarkten.