Möbelriese soll über 300 neue Arbeitsplätze schaffen

Moers..  Gestoppt wurden die Pläne in Bingen und Erftstadt freilich nicht. Investor André Kleinpoppen erklärt seine Geheimhaltung damit, er wolle „Gezänk und Gerichtsverfahren der Konkurrenz“ vorbeugen. Insgesamt verfolgt der Solinger nach eigenen Angaben derzeit acht Investments in Deutschland – „in jedem Fall mit einem anderen Betreiber“.

Ein so genannter Vollsortimenter soll in Kapellen angesiedelt werden. Was das bedeutet, erklärt Kleinpoppen so: „Stellen Sie sich bei Preis und Qualität eine Skala von 1 bis 100 vor. Dieses Geschäft wird ein Spektrum von 20 bis 90 abdecken.“ Geplant ist ein etwa 18 Meter hohes Gebäude mit drei bis vier Geschossen. Insgesamt rechnet Kleinpoppen mit 300 bis 400 neuen Arbeitsplätzen.

Neben den Auswirkungen auf den Einzelhandel wird der Verkehr, den ein solcher Möbelriese auslöst, Gegenstand eines Gutachtens. Laut Investor müsse man von 1200 bis 1500 Fahrzeugen täglich ausgehen, wobei die Spitze nur an Freitagnachmittagen und Samstagen erreicht werde. Vorgesehen sind rund 1000 Stellplätze. Das ehemalige Schachtgelände sei wegen seiner Nähe zur Autobahn und seines Einzugsgebietes ein „idealer Standort“.

Übernächste Woche hat André Kleinpoppen einen Termin für weitere Abstimmungsgespräche im Moerser Rathaus. Bürgermeister Christoph Fleischhauer, der den Investor im Dezember auf der Immobilienmesse Expo Real kennengelernt hatte, hat dem Vernehmen nach den Ältestenrat des Moerser Rates vor kurzem informiert.