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Investor plant riesiges Möbelhaus in Moers-Kapellen

22.01.2015 | 07:00 Uhr
Investor plant riesiges Möbelhaus in Moers-Kapellen
Am alten Bergbauschacht III in Kapellen soll ein riesiges Möbelhaus entstehen. Welches Unternehmen sich in Moers ansiedeln will, das ist aber noch nicht bekannt.Foto: Hans Blossey

Moers.   Doppelt so groß wie der Duisburger Ikea-Markt soll das Möbelhaus werden, das ein Investor am alten Schacht III in Kapellen plant. Wer der Betreiber sein könnte, darüber hüllt er sich aber in Schweigen.

Die Planungen für ein Riesen-Möbelhaus auf dem Schacht-III-Gelände in Kapellen schreiten voran. In der NRZ äußert sich jetzt erstmals öffentlich der Mann, der an dem Standort mindestens 30 Millionen Euro investieren will: André Kleinpoppen (Foto), Investor und Projektentwickler sowie Inhaber der Firma „Kleinpoppen Projekte“ in Solingen, bestätigte auf Anfrage, dass er in Moers einen Möbelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 40.000 bis 45.000 Quadratmetern bauen möchte.

Um die Dimensionen deutlich zu machen: Ikea in Duisburg hat etwa die Hälfte der Fläche, die Kleinpoppen in Kapellen vorgesehen hat. Mit dem Grundstückseigentümer, der RAG Montag Immobilien, hat er bereits einen Vorvertrag geschlossen, die Kaufverträge seien in Vorbereitung, sagte der 56-Jährige. Wer das Möbelhaus betreiben wird, behält André Kleinpoppen noch für sich. Ihn will er erst preisgeben, wenn er den Bauantrag stellt. Ende 2016 hofft er, Baurecht zu haben, Ende 2017 oder Anfang 2018 soll das Haus eröffnen.

Projektentwickler will Namen des Betreibers erst später nennen

Inwiefern Wunsch und Wirklichkeit übereinstimmen, hängt unter anderem von diversen Gutachten ab, in denen etwa geprüft wird, ob die Nebensortimente des Möbelriesen – Haushaltswaren, Wäsche – den bestehenden Einzelhandel in Bedrängnis bringen. Fraglich ist zudem, wie es in der Politik ankommt, dass Kleinpoppen den künftigen Betreiber erst öffentlich machen will, sobald er Planungssicherheit hat. In Bingen und Erfstadt, wo er vergleichbare Projekte verfolgt, hat er für diese Art der Geheimhaltung eine Menge Kritik geerntet.

André Kleinpoppen erklärt seine Geheimhaltung damit, er wolle „Gezänk und Gerichtsverfahren der Konkurrenz“ vorbeugen. Foto: Fremdbild

Gestoppt wurden die Pläne in Bingen und Erftstadt freilich nicht. Investor André Kleinpoppen erklärt seine Geheimhaltung damit, er wolle „Gezänk und Gerichtsverfahren der Konkurrenz“ vorbeugen. Insgesamt verfolgt der Solinger nach eigenen Angaben derzeit acht Investments in Deutschland – „in jedem Fall mit einem anderen Betreiber“.

Ein so genannter Vollsortimenter soll in Kapellen angesiedelt werden. Was das bedeutet, erklärt Kleinpoppen so: „Stellen Sie sich bei Preis und Qualität eine Skala von 1 bis 100 vor. Dieses Geschäft wird ein Spektrum von 20 bis 90 abdecken.“ Geplant ist ein etwa 18 Meter hohes Gebäude mit drei bis vier Geschossen. Insgesamt rechnet Kleinpoppen mit 300 bis 400 neuen Arbeitsplätzen.

Geschäft kam auf der Immobilienmesse Expro Real ins Rollen

Neben den Auswirkungen auf den Einzelhandel wird der Verkehr, den ein solcher Möbelriese auslöst, Gegenstand eines Gutachtens. Laut Investor müsse man von 1200 bis 1500 Fahrzeugen täglich ausgehen, wobei die Spitze nur an Freitagnachmittagen und Samstagen erreicht werde. Vorgesehen sind rund 1000 Stellplätze. Das ehemalige Schachtgelände sei wegen seiner Nähe zur Autobahn und seines Einzugsgebietes ein „idealer Standort“.

Übernächste Woche hat André Kleinpoppen einen Termin für weitere Abstimmungsgespräche im Moerser Rathaus. Bürgermeister Christoph Fleischhauer, der den Investor im Dezember auf der Immobilienmesse Expo Real kennengelernt hatte, hat dem Vernehmen nach den Ältestenrat des Moerser Rates vor kurzem informiert.

Thomas Wittenschläger

Kommentare
26.04.2015
20:32
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von 13annemarie02 | #2

Als Bewohnerin des Stadtteils Kapellen ist für mich der Fakt große und zusammenhängende Grünflächen vorzufinden ein distinktives Merkmal, welches...
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2015-01-22 07:00
Möbelhaus,Moers,Möbel,Warenhaus,Kapellen
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