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„MO“: Alte Liebe rostet nicht

04.04.2011 | 17:25 Uhr
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
Das Nummernschild mit den Buchstaben MO gibt’s nicht mehr, da der betreffende Landkreis am 1. Januar 1975 im Zuge der bisher letzten großen Kreisreform in NRW aufgelöst wurde. Foto: Peter Oelker

Moers/Dinslaken.Was hat Moers mit Hanau, Völklingen und St. Ingbert gemeinsam? Es ist die Liebe zu den alten Autokennzeichen. Zu früher, als die großen Städte noch ihre Identität im Nummernschild führten.

Der kleine Unterschied: In Hanau und Co haben sie bereits Nägel mit Köpfen gemacht und die Zeit zurückgedreht. In Moers könnte das kommen. Bürgermeister Norbert Ballhaus hat in der letzten Woche gemeinsam mit 14 anderen NRW-Kommunen den Wunsch auf eigene Kennzeichen auf den Weg gebracht. Der Adressat: Landesverkehrsminister Harry Voigtsberger.

Studie der Uni Heilbronn

Auslöser dieser Retro-Bewegung war eine Studie unter der Federführung der Uni Heilbronn, aus der die „Initiative Kennzeichenliberalisierung“ erwuchs. NRW-weit waren 17 000 Menschen befragt worden und das Ergebnis gestaltete sich ziemlich eindeutig: 72,6 Prozent wollten die alten Kennzeichen zurück. Am linken Niederrhein wurde aus den Kreisen Moers, Dinslaken und Rees der Kreis Wesel. Und wer bis heute nicht tapfer sein Möhrchen vor Abmeldung und Schrottplatz bewahren konnte oder sowieso Oldie-Fan ist, bekam seit dem 1. Januar 1975 das Kennzeichen „WES“ verpasst.

Ginge es nach Bürgermeister Norbert Ballhaus, führen alle Moerser bald wieder mit „MO“. „Ich find das gut“, ließ er über seine Pressestelle wissen. Es sei ein emotionales Thema, für das es nur ein Votum geben könne: „Daumen hoch“. Wie die Konferenz der 15-Befürworter-Kommunen in seiner alten Heimat Gladbeck zeige, erfahre die Idee ja breite Unterstützung. Aber Ballhaus weiß auch um die finanzielle Situation seiner Kommune. Einen Tag vor der Haushaltseinbringung mit heftigen Einsparungen hat Moers eben andere Probleme. „Wir würden da gern mitmachen, wenn es nicht über Gebühr Kosten oder Personal bindet.“ Ballhaus hat City-Manager Michael Birr eingebunden. Es soll wohl auch eine gemeinsame Ratsvorlage mit der Stadt Dinslaken geben. Warum?

Gemeinsame Ratsvorlage
mit Dinslaken

Auch in Dinslaken wird das Projekt „Kennzeichen-Liberalisierung“ positiv gesehen. Sowohl Bürgermeister Michael Heidinger (SPD) als auch Silke Pollack, Geschäftsführerin der örtlichen Marketing-GmbH „Dinamit“, wollen die Initiative für das Alt-Kennzeichen „DIN“ forcieren. Pollack, die für Dinslaken in Gladbeck vertreten war, signalisierte, im Mai die Bürgermeinung zu dem Thema abfragen zu wollen, dann den Rat mit der Entscheidung zu beauftragen, damit die Initiative wie geplant im Sommer konkreter werden könnte. Man wolle dem Kreis nichts wegnehmen, auch nicht in seine Zuständigkeiten eingreifen, so Pollack.

Ihr Moerser Pendant Michael Birr findet, die Initiative liege genau im Trend. „Wir spüren eine wachsende Identität der Moerser mit ihrer Stadt. Die Leute kaufen Moers-Kaffee, Wein oder Aufkleber, es ist eine echte Marke.“ Diese Initiative, sagt Birr aber auch, dürfe nicht zu Lasten des wir4-Gedankens verfolgt werden. „Das kann auch gefährlich sein, ist aber auch nicht unser Ansatz.“

Bei der wir4-Wirtschaftsförderung war kein Statement zu bekommen. Geschäftsführer Hans-Peter Kaiser befindet sich im Urlaub.

Michael Passon, Ralf Kubbernuss

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Kommentare
12.04.2011
10:40
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von Schmo69 | #17

Habe heute in der NRZ lesen dürfen dass es mittlerweile sogar das Stadtmarketing infiziert hat und man Kennzeichen aufkleber mit der Aufschrift MO-JA 2011 bekommen kann. Weiß da jemand mehr? also wo und wie man die bekommen kann?

11.04.2011
11:51
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von cpk | #16

Tradition bleibt MOdern,
das beweisen rund 56.000 Seitenaufrufe in 3 Wochen der Facebook Seite
MO KFZ-Kenneichen: JA :)))

11.04.2011
11:38
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von Schmo69 | #15

Also im heutigen Bericht in der NRZ konnte man lesen dass sich Rheinberger, Kamp-Lintforter und auch Neukirchener ebenso auf das gute alte MO freuen wie wir Moerser selbst. Es war auch die Rede davon dass viele Bürger aus Rheinhausen, Homberg und Baerl sich ebenfalls das Kennzeichen der Grafenstadt zurückwünschen.

Sollte das so weitergehen, werden bereits kurz nach dem Startschuss für DIN und MO mehr Fahrzeuge mit MO auf den Straßen unterwegs sein als mit WES hoffe der Schuss geht dann nciht irgendwie doch noch nach hinten los. Egal wie es auch kommen mag. Es ist auf jeden Fall schön ein Stück Geschichte wieder aufleben zu lassen und selbst auch ein Teil davon zu sein

10.04.2011
22:22
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von masab | #14

Das ist doch suuuuper!
Es gibt bestimmt auch viele Autofahrer aus Rheinhausen die wieder das alte Kennzeichen haben wollen. So wie wir, die nur auf den Startschußwarten und dann geht´s ab zum Straßenverkehrsamt.

08.04.2011
09:16
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von Schmo69 | #13

Weiss jemand ob man sich schon im Straßenverkehrsamt in Moers sein MO-XX 8888 also sein Moerser Kennzeichen reservieren lassen kann?

08.04.2011
08:59
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von AMoers | #12

Genau, bei FB gibts eine Infoseite dazu. Immerwieder Updates!

Ich freue mich auch schon tierisch auf die MO-Kennzeichen! :))))

07.04.2011
13:42
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von cpk | #11

Jaaaaaaaa :))) Freuuu :))))
Siehe auch: http://www.derwesten.de/nachrichten/Die-Renaissance-der-alten-Kennzeichen-id4514847.html
und Facebook unter MO KFZ-Kennzeichen: JA

07.04.2011
13:40
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von Schmo69 | #10

Also hab ich gestern im Radio doch das richtige gehört.
Also Bundesrat! Beratet euch mal gut und stimmt für die Wiedereinführung.

07.04.2011
13:33
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von cpk | #9

Die freudige Botschaft ist schon da: Landesverkehrsminister ebnete gestern in Potsdam den Weg für alte Kennzeichen, durch Wahlfreiheit. Jetzt muß nur noch der Bundesrat zustimmen!

Wir bleiben wie immer dran ;)

Claus Peter Küster
Vors. FBG-Fraktion

07.04.2011
13:09
„MO“: Alte Liebe rostet nicht
von Schmo69 | #8

Das Zitat bringt es auf den Punkt.
Sobald man mit anderen Leuten spricht, wird man gefragt warum man ein Weseler Kennzeichen hat obwohl man aus Moers kommt. Moers selbst ist eigentlich eine starke Stadt die sich nicht hinter dem Örtchen Wesel verstecken braucht. Selbst wenn wir dem Kreis Wesel angehörig bleiben so würde es dennoch der Stadt Moers gut tun wenn die Einwohner mit dem MO wieder herumfahren denn so würde der Bekanntheitsgrad der ehemals kleinsten Großstadt Deutschlands wieder steigen und damit auch Moers als Anlaufstelle für Besucher und Touristen wieder mehr in Erscheinung treten.

Wirtschaftlich würde das denke ich auch über kurz oder lang dazu führen dass Moers wieder gestärkt wird. auch wenn es für unsere Fahrzeuge Ummeldegebühren bedeuten würde, so wäre ich bereit dies zu bezahlen denn ich bin ein MOerser und stolz drauf.
Wir Moerser brauchen uns nicht hinter Wesel verstecken

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