Mitarbeiter sind schockiert
13.03.2009 | 14:40 Uhr 2009-03-13T14:40:00+0100Der Betriebsratsvorsitzende von Sasol-Solvents, Wolfgang Steinhardt, bezeichnet den geplanten Abbau von 65 der 420 Stellen als "nicht akzeptabel".
Moers. „Die Kolleginnen und Kollegen sind schockiert. Wir waren darauf eingestellt, dass 'was kommt. Aber mit diesem Einschnitt hat niemand gerechnet. Die Leute haben Angst.” So beschreibt der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Steinhardt die Stimmung der Belegschaft nach der Ankündigung von Sasol, allein im Werk an der Römerstraße 65 von 420 Stellen zu streichen. Auf alle drei Sasol-Standorte in Deutschland gerechnet soll, wie berichtet, fast jeden fünfte Job verloren gehen.
Das Unternehmen hat ein Sparprogramm aufgelegt, nachdem die in Südafrika ansässige Konzernmutter eine Rendite von 9,5 Prozent fordert. Den Personalabbau bezeichnte Betriebsrat Steinhardt als „im Grunde nicht akzeptabel, denn die Arbeit wird ja nicht weniger”. Er frage sich, wie die Mitarbeiter mit derart reduzierter Zahl die Standards in Qualität, Sicherheit und Kundenservice halten sollten. Jetzt gehe es aber darum, für die ausscheidenden Kollgen „faire und akzeptable Lösungen” auszuhandeln.
13:51
Da hätten die mal weniger in Weihnachtsbäume für Kindergärten investieren sollen. Mir wird eh schon komisch, wenn ein Chemie-Unternehmen Kindern was spendet...
11:48
Leider muß ich meinem Vorredner recht geben.
Auch ich arbeite in einem Unternehmen in Moers, welches gerade eine 8 prozentige Lohnkürzung hinnehmen musste. Aus Gründen die keiner mehr nachvollziehen kann. Die Arbeit bleibt die gleiche, aber wenn die Zahlen nicht stimmen, müssen Arbeitnehmer den Kopf hinhalten. Anstatt sich zu fragen wo das wahre Manko liegt, sucht man die schnelle Lösung.
17:47
Ich habe eine Idee, wie die Rendite von nur 9,6Prozent direkt auf 60Prozent gesteigert werden kann: alle Mitarbeiter entlassen!
Es ist tatsächlich empörend, dass inzwischen jedes Unternehmen bei Renditesteigerung nur an das Freisetzen von Mitarbeitern denkt, anstatt dieses eigentlich kostbarste Gut dazu einzusetzen, vorwärts zu kommen.