Mindestlohn erzeugt viel Bürokratie

Neukirchen-Vluyn..  Den Ärger mit den Vorschriften zum Mindestlohn sieht Michael Darda, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Neukirchen-Vluyn (MIT), vorprogrammiert. In einer Pressemitteilung heißt es: „Nicht der Mindestlohn an sich ist das große Problem, sondern der bürokratische Aufwand. Der Arbeitsaufwand zur Dokumentation läuft aus dem Ruder. Für kleine und mittelständische Unternehmen stellen die umfangreichen Erfassungsvorschriften eine massive Belastung dar“, erklärt Darda. Er fordert, dass das Mindestlohngesetz korrigiert werden müsse.

Seit Jahresanfang müssen Arbeitgeber für alle Mini-Jobs, selbst bei Stundenlöhnen, die die „8,50-€-Grenze“ übersteigen, jeden Tag die Arbeitszeiten erfassen. Außerdem müssen in Branchen wie Baugewerbe und Pflegedienste bei allen Beschäftigten bis 2 958 Euro Monatsgehalt die Arbeitszeiten dokumentiert werden. Deshalb fordert die MIT, die Dokumentationspflichten für Beschäftigte mit höheren Gehältern zu streichen. „Außerdem müssen Mini-Jobs, bei denen Lohn und Arbeitszeit in einem Vertrag festgeschrieben sind, komplett von den Dokumentationspflichten befreit werden.“ Die MIT blickt auch auf Vereine: „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass die Bürokratie das freiwillige Engagement zurückdrängt“, mahnt Darda.