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Stadtplanung

Mastbetrieb soll weichen

15.07.2011 | 18:18 Uhr

Issum.Ein neuer Supermarkt soll ins Issumer Zentrum. Wenn sich die aussichtsreichen Pläne für den Bereich an der evangelischen Kirche (wir berichteten) im Verlauf weiterer Gespräche mit Betroffenen oder bei der Bürgerbeteiligung noch zerschlagen sollten, will die Gemeinde den Markt am Vogt-von-Belle-Platz ansiedeln.

Das sieht das „Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept“ als zweitbeste Lösung vor, dem der Bauausschuss zustimmte.

Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla zur Redaktion: „Es herrscht gute Stimmung. Wir haben mit allen, die es direkt angeht, längst geredet.“ Das Ganze sei zu 80 Prozent durch. Bürgermeister Gerhard Kawaters räumte ein, bei interner Diskussion der evangelischen Gemeinde sei kontrovers diskutiert worden, dass das Haus des Pfarrers und die bisherige Begegnungsstätte dem Supermarkt weichen sollten – obwohl eine neue Begegnungsstätte entstehen solle.

In der Gelderner Straße soll versucht werden, eine Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Kunst und Handwerk anzusiedeln. Es könne gelingen, Leerstände zu beseitigen, wenn der Supermarkt Menschen ins Issumer Zentrum zöge. Mit einem Teil der Hauseigentümer im Zentrum solle geredet werden, damit diese ungepflegten Fassaden aufgefrischt werden.

In Sevelen drehen sich die Pläne vor allem um die Dorf- und die Schanzstraße. Die Entwicklung dort wurde bisher durch einen Schweinemastbetrieb an der Schanzstraße mit den entsprechenden Geruchsbelästigungen erschwert. „Mit dem Landwirt haben wir gesprochen“, so Kawaters. Dieser habe die Bereitschaft erkennen lassen, eventuell einer Verlegung oder sogar Aufgabe des Betriebes zustimmen zu können. Sollte das Wirklichkeit werden, würde die Neuansiedlung von Geschäften oder mehr Wohnbebauung in diesem Bereich leichter, zumal es in direkter Nähe auch brachliegende Grundstücke gebe. Diese würden nach Absprache mit deren Eigentümern in die Planungen einbezogen. Auch dort könnte ein Supermarkt hin, sieht das Konzept vor.

Auch an der Dorfstraße, die nachverdichtet werden soll, ist an einen Fachmarkt oder Einzelhandel plus Wohnen gedacht. Der Kirchplatz soll zu einer attraktiven „Multifunktionsfläche“ werden.

Das Konzept sieht Issum als Haupt- und Sevelen als Nebenzentrum. Beide Ortsteile sollen bald wieder mehr Jobs bieten und Reiz, dass auch junge Menschen die Gemeinde als Wohnsitz wählen.

Norbert Köppern

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