Maßarbeit am neuen Tunnel

Foto: NRZ

Moers..  Das war Maßarbeit! Einige Stunden früher als erwartet gab es am Montagvormittag auf der Baustelle am Moerser Bahnhof einen Grund zum Jubel: Der neue Teil des Personentunnels hat seinen endgültigen Platz gefunden. Auf Schienen und einem Teppich aus Stickstoff haben ihn die Experten der Arbeitsgemeinschaft Moerser Bahnhof an das ursprüngliche Tunnelstück herangeschoben.

„Das neue Bauwerk hat auf den Zentimeter genau gepasst. Wenn man bedenkt, dass wir das Erdreich hinter der Tunnelwand nicht kannten, ist das wirklich bemerkenswert“, sagt Andreas Ittermann, Enni-Abteilungsleiter für Planung und Bau, der die Maßnahme leitet und den Fachfirmen seine Anerkennung aussprach. Den für die Verbindung der Tunnelstücke notwendigen Kraftakt hatten die Männer vor Ort bereits am Wochenende erledigt: Tag und Nacht hatten sie gearbeitet, um die drei Meter dicke Wand am Ende des alten Tunnels abzureißen. In den frühen Morgenstunden des Sonntags war die Sicht von der Lotharstraße auf den Vorplatz des Bahnhofs erstmals frei. „Eine so große Baumaßnahme geht naturgemäß nicht geräuschlos vonstatten. Und obwohl wir auch nachts Krach machen mussten, haben die Anwohner gut mitgespielt.“

Das neue Tunnelstück ist damit eingepasst, nun geht es am Bahnhof Schlag auf Schlag weiter: Die Fachfirmen werden in den nächsten Tagen den Wall wieder aufschütten und das derzeit abgebaute Gleis vier wieder herstellen. Eile ist somit weiter geboten, denn nach Pfingsten sollen hier wieder Züge rollen. Dann geht es mit dem Innenausbau des Tunnels weiter.

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