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Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr

06.09.2010 | 13:50 Uhr
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
Kirmesunfall, Foto Seelhoff

Moers.Nach dem schweren Unfall auf der Kirmes in Moers, bei dem ein elfjähriges Mädchen verletzt wurde, meldete sich jetzt der Vater. „Wir wollen Klarheit schaffen“, sagt er. Seine Tochter ist immer noch nicht außer Lebensgefahr.

„Meine Tochter ist schwerstverletzt. Sie befindet sich immer noch in Lebensgefahr, ist immer noch an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen“, erzählt der Vater (Name der Redaktion bekannt) eines elf Jahre alten Mädchens, das am Freitag bei der Kirmes in Moers schwer verletzt wurde. Thorsten Schröder, Pressesprecher der Stadt Moers, hatte am Samstag nicht von Lebensgefahr gesprochen.

Der Fuß seiner Tochter sei bei dem Unfall so zerstört worden, dass er amputiert werden musste. „In der heutigen Zeit dürfte so ein Unfall nicht passieren“, setzt er im Hinblick auf die Sicherheit des Fahrgeschäftes hinzu. Das Kind war auf dem „Höllentaxi“ auf dem Friedrich-Ebert-Platz verunglückt und dabei mit einem Bein zwischen Schiene und Wagen geraten.

Der Vater des schwerstverletzten Kindes weiß übrigens genau, wovon er redet. Er ist bei der Feuerwehr, bildet andere Wehrleute in Sicherheitsbelangen aus. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, wird in der Sache ermittelt.

Harry Seelhoff

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Kommentare
20.09.2010
14:44
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Guitar_Sly | #23

Ok, nun mal langsam, ich bewege mich jetzt seit jahren in der Freizeitpark und Kirmes Fanszene. Dennoch möchte ich mich jetzt hier objektiv zu dem Kommentar von mirabiledictu äussern.

Ein Kind ist ein Kind, das ist richtig und ich denke das können wir so stehen lassen.

Zur abnahme der Fahrgeschäfte und hier bitte wert auf den Teil Fahrgeschäft (nicht Transportfahrzeug!) legen. Der TÜV hat bei uns dermaßen strenge Vorschriften das wir bei uns in Deutschland die wohl sichersten (Kirmes-)Fahrgeschäfte weltweit haben. Doch wie angedeutet, prüft der TÜV die TECHNISCHE Korrektheit und Sicherheit des FAHRGESCHÄFTES! Der TÜV ist aber keinesfalls verantwortlich, wenn der Betreiber wohlgemerkt, seinen LKW im Radius der Gondel parkt und irgend ein Depp die Tür der Ladefläche öfnnet. Ich möchte auch garnicht wissen was der Betreiber mit dem der das getan hat angestellt hat, in dessen Haut möchte ich nicht stecken, der wird wohl bei keinem Schausteller mehr einen Job finden und die Jungs kennen sich sehr gut untereinander.

Der Vergleich mit der Loveparade hinkt gewaltig!
Hier waren EINDEUTIGE Mängel bei der Sicherheit zu finden, hätten wir auf dem Summer Breeze Festival solche Zugänge gehabt wär das wohl genauso schief gegangen, also nich Äpfel mit Birnen vergleichen.

Zitat: Normalerweise ist doch alles - alles - mit Bügeln versehen die sich erst bei Stillstand öffnen?

Nein! Man schaue sich doch einmal z.B. den Break Dance an, ein Klassiker auf jeder Kirmes. Die Bügel sind theoretisch jederzeit während der Fahrt vom Fahrgast zu öffnnen. Jetz fragen wir uns, wie viele sind denn schon aus dem Break Dance gefallen, bzw würde man in diesem Geschäft eher heraus geschleudert werden. Es ist aber auch keiner so verrückt und macht im Break Dance die Bügel auf. Genauso wenig sollte man so verrückt sein und während dem ausrollen aus dem Höllentaxi aussteigen. Das ist nunmal Fehlverhalten des Fahrgastes, so bitter wie es auch klingen mag.

Sicher geht sowas nicht spurlos an einem vorbei, auch haben alle betroffenen mein herzlichstes Beileid, das schließt aber den Betreiber mit ein, denn ich möchte mit so einer Situation nicht umgehen müssen.

Ich wünsche jedenfalls gute Besserung und das die Familie das beste daraus machen kann, denn das Leben geht weiter und wird auch weiterhin viele schöne Momente bereit halten.

08.09.2010
15:29
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von mirabiledictu | #22

Ein Kind ist ein Kind und bleibt ein Kind. Schlimme Folgen durch einen Fehler der durchaus passieren kann. Wir sind auch nicht alle als perfekte Erwachsene zur Welt gekommen. Die arme Kleine.

Allerdings muss ich betonen dass nicht immer die Abnahme der Schaugeschäfte so erfolgt dass Unfälle rein technisch ausgeschlossen werden können. Meine Schwester erlitt vor 16 Jahren einen Unfall auf einem Karussel bei dem sie sich einen Bruch des Wadenbeins, des Schienbeins und der Wachstumsfuge zuzog. Und warum? Der LKW des Betreibers war so geparkt dass die Ladetür in den Radius des Karussels hereinragte wenn man sie öffnete. Und genau das ist passiert - während der Fahrt und hätte die Tür nicht ein 8-jähriges Kind sondern einen Erwachsenen am Fuß getroffen (und das wäre unweigerlich jedem Mitfahrenden passiert der in dieser Gondel saß, denn die Füße hängen dort nun einmal wie bei einem Sessellift heraus) wären die Folgen deutlich schlimmer gewesen. Glück im Unglück? Muss man wohl so sehen.

Kirmesfahrgeschäfte sind mit Vorsicht zu genießen. Ist unterm Strich genau wie bei der Loveparade. Man verlässt sich darauf dass sich schon jemand um die Sicherheit gekümmert hat, ist schließlich alles abgenommen und genehmigt und damit sicher. Als ob!

Meine Schwester ist ohne gravierendere Folgen als einen nachhaltigen Knorpelschaden gesund. Das arme Ding was den Fuß verloren hat hatte nicht so viel Glück. Unfälle passieren. Aber man muss dem genau auf den Grund gehen - sollte wirklich ein Verschulden des Betreibers vorliegen müssen Taten folgen. Warum kann man eigentlich aus einem Fahrgeschäft aussteigen wenn es noch nicht steht? Normalerweise ist doch alles - alles - mit Bügeln versehen die sich erst bei Stillstand öffnen?....

07.09.2010
22:17
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von -.- | #21

Was manche hier einfach für doofe Kommentare abgeben.. ich kanns einfach nicht fassen oO. Naja, dazu sag ich nur.. Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fre**e halten..
Schlechte Erziehung? etc. find ich echt lächerlich.. was manche hier schreiben.

07.09.2010
18:01
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Heiko W. | #20

Die Aussage des Vaters stimmt: In der heutigen Zeit darf so etwas nicht passieren. Nur liegt es nicht an dem seit vielen Jahren existierenden Fahrgeschäft (früher Bayernkurve) sondern an dem Mädchen selbst. Jeder Mensch (und mit 11 Jahren sollte man davon ausgehen, dass genug Verstand vorhanden ist) weiß, dass man erst aus einem Fahrgeschäft aufsteht, wenn es still steht. Schade, dass die Eltern ihrer Tochter dass nicht frühzeitig beigebracht haben, bevor sie sie alleine auf eine Kirmes lassen...
Den Inhaber des Fahrgeschäftes sollte man nun in Frieden lassen. Er hat wahrscheinlich genauso an dem Ereignis zu knacken, wie alle anderen Beteiligten. Und zum Thema fehlende Sicherheitsbügel an diesem Fahrgeschäft: Wäre das Mädchen aus einer Riesenradgondel geklettert und abgestürzt, müsste dann, nach Meinung des Vaters, darüber nachgedacht werden, alle Riesenradgondeln mit Fesseln auszustatten, damit niemand hinausklettern kann? Oder wenn ein Kind bei rot über die Ampel läuft und überfahren wird...sollten dann an allen Ampeln Schranken installiert werden, um ein Überqueren der Straße zu verhindern (wobei das Restrisiko darin besteht, dass das Kind über die Schranke klettert).

07.09.2010
17:07
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Friemersheimer Jong | #19

@17 das ist schon richtig was Sie schreiben, warum aber sollte direkt der Betreiber des Geschäftes schuld sein, man könnte problemlos beiden was anhängen, egal wer schuld ist, der Fuß ist ab, die kleine auf immer Behindert, da gibt es kein zurück mehr, letztendlich wird es am ende eh nur ein Streit mit den Versicherungen. Alle gute der Familie

07.09.2010
16:58
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Ein Moerser | #18

Der Vater sollte sich mal gedanken machen über die Erziehung. Wer bringt seinen Kindern schon bei, aus einem Fahrgeschäft auszusteigen, solange dies noch in Bewegung ist. Da kann der Schausteller nichts dafür. Trotz der Tragik, liegt die Schuld doch offensichtlich bei dem Mädchen selbst. Schwachsinn sowas, dass der Vater weitere Ermittlungen wünscht. Dennoch alles Gute für die Kleine!

07.09.2010
13:37
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Becci | #17

Wenn ich das hier alles lese dann könnte ich echt brechen!! Meine Güte das Mädchen hat einen Fehler gemacht ja ABER machen wir nicht alle welche??? Das hätte auch einem Erwachsenen passieren können !!! Selbst wenn die Eltern dagewesen wären sowas passiert in Sekunden da kann man dann sogar daneben stehen, so schnell kann man garnicht eingreifen!! Man müsste sovieles Wissen was man zu tun hat und was nicht aber Unfälle passieren nunmal und niemand ist Fehlerlos!! Das es nun solche Konsequenzen von sich trägt ist furchtbar und ich finde es schlimm das man dem Kind die schuld dafür gibt!!!

Alles Gute kleine Mausi!!

07.09.2010
10:05
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Stausteher | #16

Wo waren den die Erziehungsberechtigten?
Vor Ort?

Das Leben ist und bleibt gefärhlich. 100% Sicherheit gibt es nicht.

Alles Gute für die Familie.

07.09.2010
09:31
Mädchen nach Kirmes-Unfall doch in Lebensgefahr
von Fredman007 | #15

Der Vater des schwerstverletzten Kindes weiß übrigens genau, wovon er redet. Er ist bei der Feuerwehr, bildet andere Wehrleute in Sicherheitsbelangen aus. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, wird in der Sache ermittelt.


Gerade dann müsste der Vater doch wissen das Unfälle passieren, er sollte dann aber auch akzeptieren, das dieses Fahrgeschäft so wie es da steht Gebaut und Tüv abgenommken ohne Mängel steht und auch nach dem Unglück nicht verschrottet und weiter Betrieben werden wird.
Das mit der Tochter ist für die Familie sehr schlimm, in erster linie muß das Kind jetzt auch erst mal Gesund werden, dazu der Familie sehr viel Kraft

07.09.2010
08:53
Mädchen doch in Lebensgefahr
von Evald | #14

Dem Kind alles Gute und baldige Genesung, auch, wenn das Mädchen die Welt künftig als Behinderte wahrnehmen muss.
Bei aller Anteilnahme an das Schicksal des Kindes sollten weitere Ermittlungen und deren Ergebnisse abgewartet werden.
Wie schon in anderen Kommentaren beschrieben lässt sich ein Restrisiko leider niergends ausschliessen, egal, ob nun die Geschädigten selbst, oder Andere für dieses Restrisiko die Verantwortung tragen.
Unabhängig von diesen aktuellen Unfall beobachte ich, dass vielen Menschen die Existenz solcher Restrisiken oft nicht bewusst ist und sie mit dem Lösen eines (Flug-)Tickets, dem Kauf einer Eintrittskarte, oder dem Buchen eines Urlaubes nicht (All inclusive) alle Verantwortung und Risiken einem Rundum-Sorglos-Packet übergeben haben.
Das gibt es leider Gottes nicht auf der Welt.
DEem betroffenen Mädchen und der Familie wünsche ich nochmals viel Kraft und Stärke bei der Bewältigung ihres Schicksals.

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