Macaba feierte beim Abschiedskonzert im Zoff in Moers

„Wir heben ab“
„Wir heben ab“
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Was wir bereits wissen
Am Samstagabend feierte die Band ein vorläufiges abschiedskonzert. Die Wege der musikalischen Jungs trennen sich für die nächsten zwölf Monate.

Moers..  Mit dem Abitur beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Jungs der Alternativ-Rock-Band „Macaba“ haben diesen Abschnitt erreicht. Am Samstagabend spielten sie ein vorläufiges Abschiedskonzert im Moerser Jugendzentrum Zoff, bevor sich ihre Wege für gute 12 Monate trennen. Seit fünf Jahren machen Dominik Flüchter, Malte Dijksma und Bastian Stroh zusammen Musik, sie besuchten das Gymnasium in Rheinkamp, sind seit Jahren Freunde. Und sie haben unterschiedliche Pläne für ihre Zukunft.

Sänger und Bassist Dominik wird für 12 Monate nach Mexiko reisen, um dort eine Kirchengemeinde zu unterstützen. „Ich bin jetzt nicht so krass religiös, aber ich würde schon sagen, dass ich gläubig bin“, erzählte Dominik, der sich für den Freiwilligendienst des Bistums Münster entschieden hat. Die Einnahmen ihres Abschiedskonzertes spendeten die Jungs an die kirchliche Organisation. „Ich glaube, dass die Kirche in anderen Ländern weniger konservativ ist“, sagte Dominik Flüchter. „Es ist dort einfach viel lockerer, den Menschen ist die Theorie hinter allem nicht so wichtig.“

Am Samstagabend spielten aber keineswegs nur Macaba selbst. Die Jungs hatten viele andere Bands eingeladen, mit denen sie gut befreundet sind. „Die liegen uns alle am Herzen“, erzählte der Schlagzeuger Bastian Stroh.

Bastian möchte ein „Ton und Bild“-Studium aufnehmen und bereitet sich auf die musikalische Aufnahmeprüfung vor. Das Studium sei für technikbegeisterte Musiker geeignet und in der Form in Deutschland einzigartig. Mit einem Abschluss kann Bastian in alle Bereiche gehen, wo es um „Ton und Bild“ geht. Vielleicht landet er beim Fernsehen, beim Radio oder auch in der Automobilindustrie.

Wo es Malte Dijksma hin verschlagen wird, steht noch in den Sternen. Zunächst wird er ein Jahr mit dem Rucksack durch Neuseeland reisen. „Work and Travel“ heißt das Reiseformat, für das er sich entschiedenen hat. „Ich habe keine wirklichen Pläne, was ich danach machen soll“, berichtete Malte. Ein Startkapital spart er sich als Malerhelfer zusammen.

Die Besucher an diesem Abend waren hauptsächlich Freunde, die „mit der Band gewachsen sind“. Allen Bandmitgliedern, die im Laufe des Abends einmal auf der Bühne standen, lief danach der Schweiß in Tropfen herunter, und für das Publikum war die Hitze auch nicht wirklich angenehm. „Wir freuen uns über jeden, der heute kommt. Ich selbst müsste mich bei 150°C erstmal aufraffen, um zu einem Konzert zu gehen“, sagte Bastian. Aber die Anzahl der Besucher spielte auch gar keine so große Rolle. Schließlich feierte Macaba ihren vorläufigen Abschied im Kreise ihrer wichtigsten Unterstützer und Musiker-Kollegen und von denen waren schließlich alle da.